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ZWETTL AN DER RODL. Mit Kultur und Veranstaltungen soll die Historische Salzkammer, ein kleines Haus mitten im Zwettler Ortszentrum, wieder zum Leben erweckt werden.

 (Foto: Konstantin Lenzenweger)
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Insgesamt sieben Jahre stand das direkt am Zwettler Marktplatz befindliche Haus leer. Und das, obwohl es sich dabei um ein geschichtlich wichtiges Gebäude handelt. Einst befand sich dort die Zwettler Ratsherrnstube - vergleichbar mit dem heutigen Gemeindeamt - mit der für den Ort so wichtigen Salzkammer. Später diente das Haus fast 100 Jahre als Gemischtwarenladen und zuletzt bis 2014 als Trafik.

Aktiv gegen Leerstände

Einer, der den Leerstand des zentralen Gebäudes immer sehr bedauerlich gefunden habe, ist Rainer Lenzenweger. Dieser entschloss sich deswegen im Dezember 2020 mit dem Besitzer des Hauses, einer Linzer Immobilienfirma, Kontakt aufzunehmen. Bald habe man über die Zukunft des Hauses eine Einigung finden können, seit Jänner 2021 sind nunmehr die Grünen Urfahr-Umgebung die neuen Mieter. „Wir wollten konkret etwas gegen die Leerstände im Marktplatz unternehmen, weil nur Ideen wälzen alleine nichts bewirkt“, erklärt Lenzenweger, der gleichzeitig Vorsitzender der Grünen Zwettl ist. „Nun machen wir heuer im Wahljahr einfach ein paar Plakate weniger und stecken dafür das eingesparte Geld in die Aktivierung dieses Hauses.“

Tag der offenen Tür mit Fotoausstellung

Eröffnet wurde das Haus nach einigen Sanierungsarbeiten zu Pfingsten. Um zu zeigen, welche Möglichkeiten auch in alten Häusern im Ortskern stecken, wurde bei den Tagen der offenen Tür Interessierten die Möglichkeit geboten, sich im ganzen Haus umzuschauen. Zusätzlich gab es vor Ort auch eine Fotoausstellung mit mehr als 400 erstmals öffentlich gezeigten historischen Personenaufnahmen von Zwettlern aus der Zeit zwischen 1890 und 1920.

Diese erste offizielle Veranstaltung in der Gemeinde nach der Corona-Öffnung nutzten die örtlichen Grünen außerdem, um ihren Plan für die weitere Nutzung des Markthauses vorzustellen.Lenzenweger: „Auch wenn wir als Partei das Gebäude gemietet haben, möchten wir es als offenes Haus allen zugänglich machen.“ Unter dem Namen Salzkammer soll es somit Privatpersonen und Vereinen für verschiedenste Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Eine fixe Nutzerin gäbe es bereits: Im ersten Stock hat sich die bildende Künstlerin Michaela Tröbinger-Lenzenweger ein Malatelier eingerichtet. Als nächste Veranstaltung ist am 17. Juni ein sogenanntes Repair-Café geplant, bei dem man alte Sachen reparieren lassen kann.


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