Studie: Bewusster Lichteinsatz soll Natur und Umwelt schonen
BEZIRK URFAHR-UMGEBUNG. Der Nachthimmel wird jedes Jahr um sechs Prozent heller. Das hat gravierende Auswirkungen auf Mensch und Tier. Nun wurde eine grenzüberschreitende Studie der LEADER-Regionen LAG Sterngartl Gusental (AT) und MAS Rozkvét (CZ) dem Land 0Ö, Abt. Umweltschutz und der Universität Wien vorgestellt.

Die Schlafqualität (Melatoninausschüttung) wird beeinträchtigt, Pflanzen sterben durch die nächtliche Fotosynthese früher ab und das Verhalten von Tieren ändert sich. Das alles sind Auswirkungen der sogenannten Lichtverschmutzung. Wie sieht es mit der Beleuchtung in der Region aus? Die Straßenbeleuchtungen werden durch die Gemeinden schon sukzessiv umgerüstet, und nun sollen die Kulturdenkmäler, wie Kirchen, Schlösser und Burgen folgen. Die grenzüberschreitende Studie der LEADER-Regionen LAG Sterngartl Gusental (AT) und MAS Rozkvét(CZ) dem Land 00, Abt. Umweltschutz und der Universität Wien wurde nun präsentiert: 16 Kulturdenkmäler in der Region Sterngartl Gusental wurden analysiert. Die Grundlagen für eine neue energieeffiziente und umweltgerechte Beleuchtung stehen. Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder: „Um naturnahe Himmelshelligkeiten wie in der Region Sterngartl Gusental und Südböhmen bestmöglich zu erhalten, braucht es die Verringerung von schädlicher Licht- und Energieverschwendung. Diese zielgerichtete und zurückhaltende Beleuchtung von Kulturdenkmälern trägt zum Erhalt dieser wertvollen Ressource bei.“
Zusätzlich wird ein österreichisches-südböhmisches Memorandum für den Einsatz von umweltfreundlicher Beleuchtung für die beiden LEADER-Regionen ausgearbeitet. Der Obmann der LEADER-Region Bgm. Martin Tanzer hält fest: „Neben dem großen Interesse für umweltgerechte Beleuchtung in unserer Region, ist die enge Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Freunden ein weiterer Gewinn in diesem Projekt.“


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