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Ein nicht alltäglicher Besuch von "Luise auf der Walz" im Stadtamt von Bad Leonfelden

Mag. Jacky Stitz, 10.02.2023 12:04

BAD LEONFELDEN/HELFENBERG. Mit einem nicht alltäglichen Besuch wurden die Bediensteten am Stadtamt überrascht. Denn hier spazierte „Luise auf der Walz“ einfach mal beim Bürgermeister Thomas Wolfesberger vorbei...

Bürgermeister Thomas Wolfesberger freute sich über den Überraschungsbesuch von Fräulein "Luise auf der Walz", die derzeit in Helfenberg verweilt und ursprünglich aus Mecklenburg (Deutschland) kommt. (Foto: Stadtgemeinde Bad Leonfelden)

Mit einem nicht alltäglichen Besuch am 9. Februar wurden die Bediensteten am Stadtamt überrascht. Frau Luise, Maßschneiderin aus Mecklenburg, die im Rahmen ihrer Wanderschaft („auf der Walz“) derzeit in Helfenberg in einer Textilfabrik tätig ist, führte der Weg nach Bad Leonfelden, um sich unter anderem auch die Blaudruckerei Wagner anzusehen, wo die Stoffe zur Verarbeitung hergestellt werden.

Nach Vortragen des Handwerksspruches wurde bei Bürgermeister Thomas Wolfesberger mit dem traditionellen Handwerksgruß um einen Eintrag und das Siegel in das Wanderbuch ersucht. Das Wanderbuch ist der wichtigste Gegenstand, den jede Wandergesellin mit sich führt. Es ist ein unersetzliches Dokument der eigenen Wanderschaft und nach deren Ende dessen wichtigstes Erinnerungsstück.

Der Begriff Wanderjahre (auch Wanderschaft, Walz, Tippelei, Gesellenwanderung) bezeichnet die Zeit der Wanderschaft „zünfter“ Gesellen nach dem Abschluss ihrer Lehrzeit. Allgemein ist es üblich, von wandernden oder reisenden Handwerksgesellen auf Wanderschaft zu sprechen, auch versehen mit dem Zusatz „zünftig“ oder „ehrbar“, um den Charakter des Reisens zu unterstreichen.


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