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STEYREGG. Wenn der Frühling kommt, machen sich wieder tausende Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander auf zu ihren Laichplätzen. Das ist für sie nicht ganz ungefährlich, etwa wenn die Tiere eine stark befahrene Straße überqueren müssen. Die Froschklaub-Börse des Naturschutzbunds sorgt an vielen Orten für das Überleben der Amphibien, Mitwirkende können dabei gleichzeitig Neues über die Tiere erfahren. Helfer werden immer gesucht, so etwa auch in Holzwinden in Steyregg.

Die Erdkröte ist die österreichweit häufigste und größte Kröte und gehört mit dem Springfrosch und dem Grasfrosch zu den Frühzündern unter de Wanderern zu ihren Laichgewässern. (Foto: Robert Hofrichter)

Springfrösche, Grasfrösche und Erdkröten erwachen als erstes aus ihrer Winterruhe, sobald die Temperaturen milder werden. Bereits Mitte Februar beginnen sie zu ihren Laichgewässern zu wandern. Damit die Amphibien ihre Reise, die doch einige Gefahren bergen kann, sicher hinter sich bringen, gibt es zwei bewährte Möglichkeiten, ihnen zu helfen.

Zum einen sind das permanente Amphibientunnel, welche unterhalb der Straße durchführen. Zum anderen gibt die die sogenannte Zaun-Kübel-Methode: Dabei werden grüne Froschzäune am Straßenrand aufgestellt und dahinter Kübeln in den Boden eingegraben. In diese plumpsen die Frösche bei ihrer Wanderung entlang des Zauns hinein. Dann kommen die Froschklauber ins Spiel.

Was es als Froschklauber zu beachten gibt

Die Froschklauber sammeln die Tier aus den Kübeln und setzen sie auf der anderen Straßenseite ab. Die Kübel müssen jedoch mindestens einmal täglich entleert werden, am besten einmal morgens und einmal später am Tag, und das bei jedem Wetter. Gummistiefel und Regenjacke sind also hilfreiche Utensilien. Beim Klauben entlang des Straßenrandes ist es außerdem ratsam eine Warnweste zu tragen, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten.

„Fröscheklauben ist eine wichtige und schnell realisierbare Akut-Maßnahme im Amphibienschutz. Gerade bei größeren Wanderstrecken wären jedoch dauerhafte Lösungen erstrebenswert. Danke an alle Froschklauber, die sich in ihrer Freizeit tatkräftig für das Leben von Frosch und Co einsetzen“, so Sarah Haslinger, Leiterin des „Netzwerks Amphibienschutz“ beim Naturschutzbund Österreich.

Froschklauber werden

Wer selbst Frösche-Leben retten möchte, kann sich bei der Froschklaub-Börse des Naturschutzbundes unter www.naturschutzbund.at/mitmachen-oberoesterreich.html melden. Derzeit werden etwa vor allem in der Ortschaft Holzwinden in Steyregg Helfer gesucht.

Der Naturschutzbund bittet die Froschklauber auch, Fotos von möglichst vielen gesammelten Lebewesen auf www.naturbeobachtungen.at zu teilen. Die Plattform des Naturschutzbundes hat die Aufgabe, Vorkommen und Verbreitung von Tieren und Pflanzen zu dokumentieren. Dadurch können Maßnahmen zum Erhalt und Schutz der Arten in die Wege geleitet werden.


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