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STEYREGG. Das Rauchfangkehrer-Ehepaar Jürgen und Monika Schonka aus Steyregg leitet einen Meisterbetrieb und sprach mit Tips über seinen umfangreichen Aufgabenbereich, wie oft sie tatsächlich zum Jahreswechsel Glücksbringer „spielen“ und wie sie damit umgehen.

Der Rauchfangkehrer-Meister und Glücksbringer aus Steyregg: Jürgen Schonka (Foto: Schonka)
Der Rauchfangkehrer-Meister und Glücksbringer aus Steyregg: Jürgen Schonka (Foto: Schonka)

Die Geschichte, dass Rauchfangkehrer Glück bringen, reicht eine lange Zeit zurück. Es galt als Segen, sobald sie von Haus zu Haus zogen und den Kamin reinigten und kontrollierten. So wurden die oftmals nicht sehr robusten Häuser vor einem Brand bewahrt.

Glücksbringer aus Steyregg

Der Rauchfangkehrer-Meister Jürgen Schonka übernahm im Jahr 2002 den Betrieb seiner Eltern und ist seither in Teilen der Bezirke Urfahr-Umgebung und Perg unterwegs. Der Betrieb wird bereits in sechster Generation geführt, seit 1906 gibt es ihn. „Wir erledigen alle gesetzlich vorgeschriebenen Rauchfangkehrer-Arbeiten an sich. Dazu kommen bei uns die Kaminsanierung sowie der Handel mit Öfen. Ich bin außerdem Gerichtssachverständiger für Rauchfangkehrer-Arbeiten und war viele Jahre für die Lehrlingsausbildung in Oberösterreich verantwortlich“, erzählt der 54-Jährige. Seine Frau Monika absolvierte die Gesellen- und Unternehmerprüfung als Rauchfangkehrerin nach der Geburt ihrer Kinder. Zuvor war die 47-Jährige einige Jahre in einem Labor tätig. „Viele Frauen von Kollegen arbeiten im Betrieb mit und aktuell gibt es auch einige, die den Beruf erlernen“, berichten die beiden selbstständigen Rauchfangkehrer.

Der Rauchfangkehrer als Glücksbringer

Es wird besagt, dass es Glück bringt, wenn man an einem Knopf am Gewand des Rauchfangkehrers dreht oder ihn berührt. Wie oft kommt es aber tatsächlich vor, dass Leute auf die beiden Rauchfangkehrer zukommen und sie anfassen wollen? „Zum Glück sehr selten, weil ich es absolut nicht mag“, so Schonka. Ohne vorher zu fragen, lässt er es auf keinen Fall zu. „Da kann ich auch unplüschig werden“, sagt der Steyregger. „Wir haben aber kaum noch Knöpfe am Gewand. Den einzigen habe ich am Ärmel, da ist es okay für mich, wenn jemand fragt.“

Besonderes Geschenk zur Hochzeit überreicht

Erst vor Kurzem wurde der Rauchfangkehrer angerufen und gefragt, ob er bei einer Hochzeit einen Besen überreichen könnte. „Der war aber so unpassend, dass ich dem Paar einen echten Rosshaarbartwisch von mir geschenkt habe“, blickt er zurück. „Wir wünschen allen einen guten Rutsch und viel Gesundheit im neuen Jahr. Bitte auch um Geduld und Verständnis für unsere Arbeit, weil wir oft nicht alles sofort erledigen können“, sagen die beiden.


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