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Leserbrief zur Donaufähre Ottensheim-Wilhering: "Erlebbare Menschlichkeit"

Mag. Jacky Stitz, 17.03.2026 10:33

OTTENSHEIM/WILHERING. In seinem Leserbrief mit dem Titel „Erlebbare Menschlichkeit“ teilt Joachim Podechtl aus Wilhering sein „wunderbares Erlebnis“ mit, das er vor wenigen Tagen mit der Drahtseilfähre Ottensheim-Wilhering gemacht hat.

 (Foto: Tips)
(Foto: Tips)

Er teilt darin seine kürzlich gemachten Erfahrungen mit:

„Wer kennt diese Erfahrung nicht – man kommt zum Donauufer in der Hoffnung, dass die Fähre da steht, bereit zur Überfahrt an das andere Ufer. Am Mittwoch, 4. März, erlebte ich folgende Begebenheit: Ich hatte eine Besprechung in Ottensheim, aus Wilhering kommend parkte ich mein Auto am Wilheringer Ufer, ging zu Fuß auf die Fähre, bezahlte, spazierte zum Ort des Wirkens und erledigte meinen Termin wie geplant. Soweit alles gut!

Um 17.30 Uhr war meine Besprechung zu Ende; ah ich habe ja noch Zeit, so dachte ich, bis zur letzten Fähre um 19 Uhr. Bestärkt von diesen Gedanken spazierte ich zur Regattastrecke und dann dem Donauufer entlang zum Markt Ottensheim. Es war 18.05 Uhr, als ich den Ponton erreichte. Die Fähre legte gerade an, vier Pkw fuhren herauf und ein paar Schüler des Stifts Wilhering freuten sich auf das Heimkommen.

Als ich den Ponton betreten wollte, wurde der obere Schranken vom Fährmann geschlossen – direkt vor meiner Nase. Mein fragender Blick begegnete sich mit dem bestimmten des Bootsmannes und er rief zu mir herauf: „Winterfahrplan, letzte Überfahrt 18 Uhr“.

In Sekundenbruchteilen schossen die unterschiedlichsten Gedanken durch meinen Kopf: Fußweg über das Kraftwerk wählen – Nachfolgetermin; meine Frau anrufen, hoffentlich hat sie Zeit – fährt über Linz und holt mich? An das habe ich nicht gedacht; war mir sicher, dass ihr bis 19 Uhr fahrt, so meine Antwort.

Dann durfte ich folgende wunderschöne Erfahrung machen: Der Fährmann wechselte ein paar Worte mit dem Steuermann und rief dann zu mir: „Schlupf unter dem Schranken durch, wir fahren dich rüber“. Gesagt, getan.

Mein Gefühl, als Mensch auf so wunderbare Weise wahrgenommen zu werden, ist einfach unbeschreiblich, dennoch habe ich versucht, es möglichst gefühlsecht für alle Leser in Worte zu fassen. Es menschelt nach wie vor auf dieser Welt.“

Senden Sie Ihren Leserbrief an: redaktion-urfahr@tips.at

Meinungen in Leserbriefen müssen sich nicht mit denen der Redaktion decken. Die Redaktion behält sich vor, Briefe aus Platzgründen zu kürzen.


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