Bezirksübung in Eidenberg fordert Rettungskräfte bei Dunkelheit
EIDENBERG. 24 Menschen aus einer Gefahrenzone retten und versorgen: Diese Aufgabe mussten die Einsatzkräfte bei der Bezirksübung des Roten Kreuzes Urfahr-Umgebung auf der Eidenberger Alm bewältigen. Dabei erprobten sie die neue Mobile Sanitätseinheit (MSE) und die Zusammenarbeit der Einsatzorganisationen.

Bei der Übung wurde ein Kohlenmonoxid-Austritt im Hoteltrakt angenommen. Die Feuerwehren Eidenberg, Geng und Berndorf brachten die 24 Betroffenen unter Atemschutz aus dem Gefahrenbereich. Anschließend übernahmen die Rettungskräfte die Versorgung und Betreuung. Sie bereiteten die Verletzten für den Transport vor und brachten sie ins Übungskrankenhaus im Gemeindeamt Eidenberg.
Neue Sanitätseinheit im Einsatz
Ein Schwerpunkt der von Benjamin Gangl organisierten Übung war der Aufbau einer Sanitätshilfsstelle (SanHiSt) mit der neuen MSE. Dort können bei größeren Schadensereignissen mehrere Patienten versorgt und für den Transport vorbereitet werden. Auch der Einsatz der Patientenleittaschen und die geordnete Übergabe der Verletzten im Übungskrankenhaus wurden trainiert.
„Solche Übungen zeigen uns, wie gut unsere Abläufe auch dann funktionieren, wenn in sehr kurzer Zeit viele Menschen Hilfe benötigen. Besonders wichtig ist dabei das Zusammenspiel aller Beteiligten. Genau das lässt sich nur unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren“, erklärt Übungsorganisator Benjamin Gangl.
Enge Räume und Dunkelheit
Die engen Platzverhältnisse und die einsetzende Dunkelheit erschwerten die Arbeit. Dazu kam die angenommene unsichtbare Gefahr durch Kohlenmonoxid. Die Einsatzkräfte mussten rasch handeln und zugleich die Versorgung der Verletzten sowie die Betreuung der leicht verletzten und unverletzten Betroffenen sicherstellen.
„Bei einem größeren Einsatz dürfen wir nicht nur die Schwerverletzten im Blick haben. Auch Menschen, die körperlich unverletzt sind, brauchen oftmals nach einem belastenden Ereignis Unterstützung. Deshalb ist auch die Betreuung der Leicht- und Unverletzten ein wichtiger Bestandteil einer solchen Übung“, sagt Bezirksrettungskommandant Peter Haslinger.
Mehrere Organisationen arbeiteten zusammen
Beteiligt waren 32 Rettungs- und Notfallsanitäter des Roten Kreuzes und des Samariterbundes Feldkirchen sowie zwei Notärztinnen und ein leitender Notarzt. Auch das Team der Krisenintervention und der Offizier vom Dienst waren eingebunden. Im Übungskrankenhaus war Gemeindearzt Stefan Mertl im Einsatz.
Zur Verfügung standen acht Rettungsfahrzeuge, zwei Übungs-Notarzteinsatzfahrzeuge, ein Lastkraftwagen mit Sanitätsausrüstung sowie ein Rettungswagen des Samariterbundes Feldkirchen.
Familie Schütz stellte den Hoteltrakt der Eidenberger Alm und das umliegende Gelände für die Übung zur Verfügung.








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