Altenberger Altbäuerinnen erinnern sich an die harte Arbeit am Hof
ALTENBERG. Harte Arbeit, wenig Urlaub und mutige Entscheidungen prägten ihr Leben: Sechs Bäuerinnen erzählten bei einem Nachmittag im Elisium von ihrem Alltag auf den Höfen. Ihr gemeinsames Fazit: Trotz aller Härten würden sie wieder Bäuerin werden.

Die Altenberger Bäuerinnen organisierten den Erzählnachmittag anlässlich des Internationalen Jahres der Bäuerin 2026. Zu Wort kamen dabei die Altbäuerinnen Milli Schütz, Marianne Landl, Aloisia Landl, Maria Horner, Rosi Baumgartner und Fanny Hemmelmayr.
Waschmaschine und Ladewagen erleichterten die Arbeit
Die Frauen berichteten von einem Hofkauf, bei dem der Preis erst beim Notar klar wurde. Die erste Waschmaschine war eine große Errungenschaft. Und ein selbst aufgenommener Kredit für einen Ladewagen brachte ein Stück Freiheit: Er erleichterte die mühsame Heuernte.
Eigene Pension war nicht selbstverständlich
Eine Erinnerung handelte davon, wie schwer es in den 1970er-Jahren war, als alleinerziehende Bäuerin einen Hof zu übernehmen. Wegen der Kosten wurden Arztbesuche gut überlegt. Auch eine eigene Pension war nicht selbstverständlich.
Nach der Hochzeit wartete schon am nächsten Tag die gewohnte Arbeit.
Die Frauen erzählten vom Zusammenhalt der Generationen. Alt und Jung arbeiteten für den Hof. Viele Geburten fanden noch zu Hause statt.
Eine weitere Erinnerung betraf ein besonderes „Milchgeld“: Überschüssige Muttermilch wurde in einer Klinik für andere Säuglinge zur Verfügung gestellt und vergütet. Das brachte den Frauen ein eigenes Einkommen.
Die ersten Urlaubstage fern vom Hof erlebten die Frauen vielfach erst in der Pension. Bei allen Schwierigkeiten waren sich die sechs Altbäuerinnen einig: Sie würden sofort wieder Bäuerin werden.
Die Schinnerl Hausmusik begleitete den zweistündigen Nachmittag im vollen Saal musikalisch. Dazu waren alte Bilder des Fotoclubs Altenberg zu sehen.








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