Altenberg erinnert mit neuem Friedensdenkmal an Opfer von Krieg und Gewalt
ALTENBERG. Aus dem Kriegerdenkmal am Marktplatz ist ein Friedensdenkmal geworden. Am Samstag, 31. Oktober, wurde es eröffnet und eingeweiht. Es erinnert auch an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

Die Künstler Hubert Lobnig und Moritz Matschke gestalteten das bestehende Denkmal um.
Neben den gefallenen Soldaten wird am Denkmal nun auch der benannten und unbenannten Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Erstmals erhalten in Altenberg auch die namentlich bekannten Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie einen sichtbaren Platz im öffentlichen Gedenken.
Beim Abbau des bisherigen Denkmals wurde Erde von verschiedenen Kriegsschauplätzen in beschrifteten Säcken wiederentdeckt. Sie wurde in die neue Gestaltung einbezogen. Informationsmaterialien und eine Informationsstele mit einem Code bieten weitere Informationen zur Geschichte.
Einstimmige Beschlüsse für die Neugestaltung
Der Neugestaltung ging ein mehrjähriger Beteiligungsprozess mit Gemeinde, Pfarre, Diözese, Zivilgesellschaft und Fachleuten voraus. Sowohl der Gemeinderat als auch der Pfarrgemeinderat beschlossen das Projekt einstimmig.
Altenbergs Bürgermeister Michael Hammer dazu: „Dieses Projekt ist weit mehr als die Neugestaltung eines Denkmals. Es ist ein klares Bekenntnis zu Frieden, Demokratie und Menschenwürde.“ Zu den Gästen der Eröffnungsfeier zählten neben zahlreichen Einwohnern der Zweite Nationalratspräsident Peter Haubner und Diözesanbischof Manfred Scheuer.
Unterstützt wurde das Projekt von der Region Sterngartl Gusental, dem Zukunftsfonds der Republik Österreich und dem Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus.








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