Urfahr-Umgebung bei Kinderbetreuung überwiegend gut bewertet, Schließzeiten als Herausforderung
URFAHR-UMGEBUNG. 15 Gemeinden im Bezirk erreichen im Kinderbetreuungsatlas 2026 der Arbeiterkammer Oberösterreich die höchste Gesamtbewertung 1A. Im Vorjahr waren es 16. Bei der Betreuung von Kindern unter drei Jahren erfüllen drei Gemeinden die Kriterien für ein vollzeittaugliches Angebot. Ein Problem hingegen bereiten jedoch mancherorts die Schließzeiten.

Der Kinderbetreuungsatlas bewertet unter anderem Öffnungszeiten, Mittagsangebote und Schließzeiten der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen. Der Anteil der Gemeinden mit der Gesamtbewertung 1A liegt im Bezirk Urfahr-Umgebung bei 55,6 Prozent. Oberösterreichweit sind es rund 36 Prozent. Zwei Gemeinden im Bezirk erreichen die Kategorie A. Keine Gemeinde erhält die Gesamtbewertung B oder C. Eine Gemeinde wird wie im Vorjahr der Kategorie D zugeordnet.
Keine Gemeinde wurde in der Gesamtbewertung herabgestuft. Schenkenfelden verbesserte sich von B auf A. Dort wurden die Öffnungs- und Schließzeiten bei der Betreuung der Unter-Dreijährigen verbessert. Zudem wurde das Mittagsangebot für alle Altersgruppen ausgeweitet.
Drei Gemeinden erfüllen Kriterien für Kleinkinder
Engerwitzdorf, Gallneukirchen und Puchenau erreichen bei der Betreuung der Unter-Dreijährigen die Kategorie 1A. Sie erfüllen alle drei Kriterien für ein Angebot, das eine Vollzeitbeschäftigung ermöglicht. Dazu gehören Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag von mindestens 9,5 Stunden täglich und mindestens 45 Stunden pro Woche.
Für Eltern kann es schwierig sein, nach der Karenz unmittelbar einen Betreuungsplatz zu finden.
Fünf Gemeinden mit vollzeittauglichem Kindergartenangebot
Bei den Drei- bis Sechsjährigen erreichen Engerwitzdorf, Feldkirchen an der Donau, Gallneukirchen, Puchenau und Steyregg die Kategorie 1A. Damit bieten fünf Gemeinden im Bezirk ein vollzeittaugliches Kindergartenangebot.
Zwettl an der Rodel wird in dieser Altersgruppe wegen längerer Schließzeiten von 1A+ auf B+ herabgestuft. In der Gesamtbewertung erreicht die Gemeinde wie im Vorjahr 1A+.
Schließzeiten bleiben ein Problem
Das oberösterreichische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz sieht vor, dass die Einrichtungen mindestens 47 Wochen pro Jahr geöffnet sein müssen. Ist der Bedarf gegeben, dürfen sie nicht länger als fünf Wochen geschlossen sein.
Im Bezirk Urfahr-Umgebung überschreiten laut Vorlage vier Gemeinden bei den Kindergärten und zwei Gemeinden bei den Krabbelstuben diese Grenze. Für berufstätige Eltern können längere Schließzeiten schwierig sein, wenn es keine alternative Betreuung gibt.
Betreuung für Volksschulkinder
Bei der Betreuung von Volksschulkindern erreichen zehn Gemeinden die Kategorie A und sieben die Kategorie B. Keine Gemeinde wird in Kategorie C eingestuft, eine Gemeinde erhält die Bewertung D.
AK OÖ-Präsident Andreas Stangl sagt: „Eine gute Kinderbetreuung ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Eltern arbeiten und Familien ihren Alltag verlässlich organisieren können. Wenn Einrichtungen zu wenige Wochen geöffnet haben oder Kinder erst sehr spät aufgenommen werden, trifft das unmittelbar die betroffenen Familien.“
Die Bewertungen, Kategorien und Betreuungsquoten der Gemeinden sind unter kba.arbeiterkammer.at abrufbar. Dort ist auch zu sehen, ob die Gemeinden die sogenannten Barcelona-Ziele für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren und von drei- bis sechsjährigen Kindern erfüllen.








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