Gefahr: Telefonieren während Autofahrt
OBERÖSTERREICH. Täglich werden auf Österreichs Straßen von Fahrzeuglenkern 900.000 Telefonate ohne Freisprechanlage durchgeführt und 200.000 Textnachrichten versendet. Dies spiegelt sich auch in den Unfallursachen wider.

Unaufmerksamkeit und Ablenkung sind im Straßenverkehr Unfallursache Nummer eins. Allein im Jahr 2016 verstarben 108 Personen im Straßenverkehr bei Unfällen, welche auf Unaufmerksamkeit oder Ablenkung zurückzuführen waren. Durchschnittlich sind jährlich rund 38 Prozent aller Verkehrsunfälle auf Unaufmerksamkeit oder Ablenkung zurückzuführen. Auch bei den jungen Lenkern ist dies die häufigste Unfallursache, gefolgt von nicht angepasster Geschwindigkeit und Vorrangverletzungen.
Fünf Sekunden ohne Konzentration
Um die Zahl der Ablenkungsunfälle gezielt zu verringern, gilt die Benützung von Mobiltelefonen am Steuer in der Probezeit als schwerer Verstoß und hat damit eine Nachschulung zur Folge. „Pro Textnachricht ist man bis zu fünf Sekunden abgelenkt. In dieser Zeit legt man bei einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern bis zu 139 Meter im Blindflug zurück. Es ist wichtig, dass ganz besonders junge Lenker die Gefahr von Ablenkung durch Mobiltelefone erkennen und die möglichen Folgen einschätzen können, um in weiterer Folge ihr Verhalten entsprechend anzupassen. Ablenkungsunfälle sind vermeidbar,“ so Armin Kaltenegger, Bereichsleiter Recht und Normen im KFV.


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