Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Zeitumstellung, Stress und Schlafprobleme: Psychologin aus Urfahr gibt Tipps für erholsame Nächte

Mag. Jacky Stitz, 07.11.2023 14:31

Lichtenberg/Linz-Urfahr. Beinahe jeder Zweite kennt Schlafprobleme. Vor allem rund um die Zeitumstellung im Herbst gerät die innere Uhr öfter Mal etwas außer Takt. Die Urfahraner Gesundheits-Psychologin Magdalena Djebbara räumt mit dem Mythos „Durchschlafen“ auf und hat praktische Tipps zur Hand, wie man selbst seine „Schlaf-Hygiene“ verbessern kann.

Die Lichtenberger Volksbildungswerk-Obfrau Melanie Wöss, Vorstandsmitglied Herta Wöss und Gesundheits-Psychologin Magdalena Djebbara, die in Urfahr eine Praxis führt. (Foto: Christian Wöss)

Der Schlaf betrifft alle Menschen, vom Baby bis ins hohe Alter. Doch jeder hat andere Bedürfnisse: „Es gibt viele Mythen rund um den Schlaf, vor allem bei Neugeborenen. Keiner muss Durchschlafen. Auch die heutigen Naturvölker schlafen nicht durch, sind in der Nacht munter, trinken Tee, schauen aufs Feuer“, so die Gesundheits-Psychologin Magdalena Djebbara aus Urfahr. Sie betont: „Schlaf ist individuell, wie die Menschen auch. Jede Lebensphase fordert andere Schlafgewohnheiten, Körper und Psyche spielen auch eine Rolle. Schlaf bedeutet loslassen, Entspannung, den Körper runter fahren. Er beruhigt und reguliert.“ Negativ auf einen guten Schlaf wirken sich etwa Stress, Probleme, Angst oder aber auch die Zeitumstellung aus.

„Das Wichtigste ist, sich mit dem Thema Schlaf nicht selbst zu stressen. Es gibt keinen fixen Plan, wie viel man schlafen muss. Das ist von Person zu Person ganz unterschiedlich“, so die Psychologin, die selbst Mutter zweier Kinder ist.

Pausen sind wichtig

Wer tagsüber immer in Bewegung und Action ist, kann nicht per Knopfdruck einschlafen: „Das funktioniert nicht. Fakt aber ist: Guter Schlaf ist ein Schlüssel für Gesundheit. Und man sollte regelmäßig zur Ruhe finden“, weiß die Expertin.

Ihr persönlicher Tipp, der das Einschlafen erleichtern kann: mehrmals täglich, vor allem nach Stressphasen, kurze Pausen einlegen. Etwa einfach durch bewusstes Atmen oder eine Tasse Tee trinken. So kann man zwischendurch Kraft tanken und entschleunigen: „Jeder braucht Pausen. Einfach um runter zu kommen. Man sollte schon tagsüber auf sich selbst achten und den Tag gemütlich, ruhig ausklingen lassen. Fernsehen direkt vor dem zu Bett gehen ist nicht ideal. Rituale helfen bei Einschlafproblemen. Tagebuch schreiben, Handarbeit, Geschirrspüler ausräumen und Wäsche sortieren etwa helfen am Abend, die Gedanken zu sortieren und zur Ruhe zu finden“, so die Expertin. Weitere Tipps für erholsame Nächte: Schlafräume abdunkeln und durchlüften, Temperatur absenken, abends nicht zu spät essen und kein Handy mit ins Bett nehmen. Für all jene, denen es möglich ist, empfiehlt sich auch ein Power-Nap zu Mittag allerdings nicht länger als 20 Minuten, sonst ist es für den Körper zu anstrengend, wieder in die Gänge zu kommen. Djebbara ergänzt: „Ein gesunder Schlaf verbessert die Gehirnfunktion, Lernleistung und Erinnerungsfähigkeit, beugt frühzeitiger Zellalterung vor und erhöht die Lebensqualität.“

Magdalena Djebbara ist studierte Gesundheitspsychologin in Urfahr. Kontakt: meinimpuls.at

Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden