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Urfahr-Umgebung. Karl Wögerer, der Wirtesprecher des Bezirkes, spricht im Tips-Interview über die Situation der Lehrlinge im Bezirk.
 

Ein Lehrberuf in der Gastronomie ist nicht besonders begehrt. Foto: Wodicka
  1 / 2   Ein Lehrberuf in der Gastronomie ist nicht besonders begehrt. Foto: Wodicka

Von ANDREAS HAMEDINGER

Tips: Finden sich genug Jugendliche im Bezirk für eine Lehre im Gastgewerbe?

Wögerer: Leider nein! Insgesamt gibt es in der Branche mehr als sieben Mal so viele Lehrstellen als Lehrstellensuchende. Es gibt in Urfahr derzeit rund 40 offene Lehrstellen.

Tips: An was liegt das?

Wögerer: Generell hat die Lehre noch immer nicht den Stellenwert, der ihr gebührt. Entscheidend sind hier oft die Eltern, die statt Lehre auf weiterbildende Schulen drängen und die Wochenend-Arbeit negativ sehen. Gerade als Koch stünde den Jugendlichen die ganze Welt offen.

Tips: Wie könnte man das Image des Lehrberufs verbessern?

Wögerer: Die Fachgruppen Gastronomie und Hotellerie der WKO Oberösterreich setzen seit Oktober 2015 eine Imagekampagne unter dem Titel „Gastronomie/Hotellerie – das Richtige für mi“ um. Gezielt werden die Vorzüge der Branchen mittels Inseraten und PR-Beiträgen in Printmedien, Kino- und TV- Spots, anhand von echten Testimonials, optimal positioniert. Zusätzlich wird mit Bierdeckeln für eine berufliche Karriere in Gastronomie und Hotellerie geworben. Auf den Bierdeckeln finden sich positive Erlebnisse von echten Testimonials, die mit Leidenschaft und Überzeugungskraft Berufe in der Gastronomie und Hotellerie ausüben.

Tips: Was erwartet einen im Gastgewerbe?

Wögerer: Gerade die flexiblen Arbeitszeiten und das Arbeiten an Wochenenden schätzen viele Mitarbeiter in der Gastronomie eher als Vorteil. Das bedeutet viel flexible Freizeit unter der Woche, die für Hobbys und Sport genutzt werden können.


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