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HAIBACH/REICHENAU/OTTENSCHLAG. Eine Fusion der drei Gemeinden wird es in nächster Zukunft nicht geben. Eine noch stärkere Zusammenarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft wird aber gewünscht.

Die Gemeinden Haibach, Reichenau und Ottenschlag haben bereits eine Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Reichenau, eine Fusion wird es vorerst nicht geben.

Die drei Gemeinden Haibach, Reichenau und Ottenschlag stimmten in den jeweiligen Gemeinderatssitzungen über den Prozessstart einer möglichen Fusion ab. Reichenau hat bereits vergangenen Dezember für den Prozessstart gestimmt. In Haibach wurde in einer geheimen Abstimmung mehrheitlich gegen das Anstreben einer Fusion gestimmt, der Beschluss „Prozessstart zur Erarbeitung von Optimierungsperspektiven in allen Bereichen“ wurde einstimmig angenommen. In Ottenschlag wurde ebenfalls ein Beschluss zur Optimierung der Zusammenarbeit beschlossen.

„Wir wollen einen Prozess starten, um zu sehen, welche Möglichkeiten es für die Gemeinden gibt“, sagt Bürgermeister Franz Beirl aus Ottenschlag. „Eine Fusion ist nicht das Ziel, wir schließen sie aber auch nicht grundsätzlich aus.“ In der Gemeinde will man abwarten, welche Ergebnisse der Prozess bringt und welche Form der Zusammenarbeit sich als die Beste herausstellt. „Bei einer möglichen Fusion liegt die letzte Entscheidung ohnehin bei der Bevölkerung“, erklärt Beirl.

In Gesprächen werden die drei Bürgermeister das weitere Vorgehen besprechen. „Die Ergebnisse liegen nun klar auf dem Tisch, jede Gemeinde hat für sich einen Beschluss gefasst. Ein Prozess in Richtung Fusion der drei Gemeinden wird nicht stattfinden“, sagt Hermann Reingruber, Bürgermeister aus Reichenau. „Die Beschlüsse mit Ottenschlag sind aber ähnlich, hier werden die Gemeinderäte noch miteinander sprechen.“

„Zum jetzigen Zeitpunkt will die Gemeinde keine Fusion anstreben, der Beschluss schließt eine Fusion mittel- oder langfristig aber nicht aus, da man auch die künftige Konstellation beim Land nicht kennt und nicht weiß, ob die Fusion vielleicht einmal verordnet wird“, sagt der Haibacher Bürgermeister Josef Reingruber. „Der Ausbau der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für kleinere Gemeinden. Wachsende Aufgaben, aber zugleich enger werdende finanzielle und personelle Ressourcen, das sind die künftigen Herausforderungen, mit denen wir uns konfrontiert sehen.“

Kein Druck vom Land

Derzeit gibt es keinen Druck einer Zusammenlegung vom Land, da die Gemeinden bereits eine Verwaltungsgemeinschaft mit Sitz in Reichenau haben. Große Teile der Infrastruktur, wie Sportanlagen, Haus der Musik, die Pfarre, werden bereits gemeinsam genutzt und auch Vereine, wie der Musikverein und die Landjugend, arbeiten bereits zusammen.


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