„Gewalt gegen Frauen darf nicht zum österreichischen Alltag gehören“
URFAHR-UMGEBUNG. Frauen sind leider noch immer überdurchschnittlich von Gewalt betroffen. Daher fordert die SPÖ ein Frauenhaus für den Bezirk.

„Im Jahr 2019 gab es in unserem Bezirk 27 Betretungsverbote, und das sind 27 zu viel“, hebt Carin Stangl von den SPÖ-Frauen Urfahr Umgebung. hervor. Die SPÖ-Frauen Urfahr Umgebung fordern daher für den Bezirk ein Frauenhaus und ein Gewaltschutzzentrum. Derzeit gibt es in Oberösterreich fünf Frauenhäuser – in Linz, Wels, Steyr, Ried im Innviertel und Vöcklabruck. Drei weitere Standorte, darunter eines für das Untere Mühlviertel, sind derzeit in Planung.
Kinder müssen sensibilisiert werden
„Der Bezirk Urfahr Umgebung hat keine einzige Beratungsstelle für Gewaltprävention. Wir lassen die Frauen jetzt nicht allein und machen alles, um Gewalt zu verhindern“, erklärt Beverley Allen-Stingeder, SPÖ-Landtagskandidatin. Die SPÖ-Frauen fordern einen raschen Ausbau der Gewaltschutz- und Frauenberatungseinrichtungen in ganz Österreich. Des Weiteren treten sie dafür ein, dass die Verantwortlichen mit dem nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen fortfahren. Bundesweite, regelmäßige Hochrisikofall-Konferenzen und der Ausbau von Angeboten von Antigewalttrainings sind für sie ebenso Stützen, um die Gewalt gegen Frauen zu stoppen. Zudem müssten Kinder dafür sensibilisiert werden, welche Gewaltformen existieren, um diese abzulehnen beziehungsweise nicht anzuwenden. Kinder sollen beispielsweise durch Rollenspiele lernen. „Gewalt gegen Frauen darf nicht zum österreichischen Alltag gehören“, sind sich Beverley Allen-Stingeder und Carin Stangl einig.


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