Miba eröffnet Batterie-Produktionswerk in Bad Leonfelden
BAD LEONFELDEN. Am 30. September hat die Technologiegruppe Miba ihr erstes Batterie-Werk in der Maximilianstraße in Bad Leonfelden offiziell eröffnet. Die „VOLTfactory #01“ ist ein Vorzeigewerk und Teil der Expansion des Technologieunternehmens Miba, das den Bereich Batterien ausbauen will. Rund 70 Mitarbeiter sind am Standort in Bad Leonfelden tätig, 20 weitere werden gesucht.

Auf 3.900 Quadratmetern Produktionsfläche werden in Bad Leonfelden jährlich rund 50 Millionen Batteriezellen zu rund 20.000 Batterie-Systemen verarbeitet. Das entspricht einer Produktionskapazität von500 Megawattstunden. Mit diesem Volumen könnte man rund 10.000 elektrische Mittelklasse-Autos bestücken.
Vor drei Jahren wurde mit der Batterienproduktion in Bad Leonfelden mit zehn Mitarbeitern begonnen. Das Geschäft entwickelte sich gut und so hat Miba zusätzliche Produktionsflächen angekauft. Am 30. September wurde das neue Werk offiziell eröffnet.
Technologischer Vorreiter
Als erster Anbieter weltweit hat Miba - Hauptsitz ist in Laakirchen (Bezirk Gmunden) - eine spezielle Laser-Kontaktierung entwickelt, mit der Batterie-Rundzellensysteme verschweißt werden. Die Batterie-Systeme werden auf einer vollautomatischen Produktionslinie, dem VOLTjet, produziert. Selbstfahrende Roboterunterstützen Produktion und Logistik, ab dem kommenden Jahr wird zudem zur Qualitätsüberwachung künstliche Intelligenz eingesetzt.
Durch den modularen Aufbau der Batterie-Systeme können kundenspezifische Anforderungen sehr rasch umgesetzt werden. Zudem wird der Miba FLEXcooler, ein mehrfach ausgezeichnetes und neuartiges Temperaturmanagement-System, in die Batterien eingebaut. „Diese Technologieführerschaft ist Grundlage für eine starke Marktnachfrage und das große Wachstum unseres Batterie-Geschäfts“, sagt Miba Vorstandsvorsitzender F. Peter Mitterbauer. „Unser Ziel ist es daher, weltweit zu expandieren und weitere VOLTfactory-Standorte aufzubauen. Der Standort Bad Leonfelden ist dafür das Pilot- und Vorzeigewerk.“
Ergänzung des Miba Produktportfolios
Die Miba beschäftigt sich schon seit mehr als fünf Jahren mit Batterietechnologien. Sie passen optimal zur Wachstumsstrategie des Unternehmens, wie Vorstandsvorsitzender F. Peter Mitterbauer erläutert: „Angetrieben von unserer Unternehmensmission „Technologies for a cleaner planet“ wollen wir bis 2027 mit Technologien für Endanwendungen zur effizienten Gewinnung, Übertragung, Speicherung und Nutzung von Energie auf einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro wachsen. Batterien als Speichermedien für Energie sind dabei ein wichtiger Pfeiler und eine optimale Ergänzung des Miba Produktportfolios.“ Miba hat bereits 80 Millionen Euro in den Aufbau ihres Geschäfts rund um die Elektrifizierung investiert
Mitarbeiter gesucht
„Für diesen Wachstumsweg suchen wir laufend zusätzliche Mitarbeiter, allein in Oberösterreich sind es mehr als 100“, ergänzt Mitterbauer. „Wer neue Wege gehen, sein Know-how und seine Ideen einbringen und damit einen wichtigen Beitrag zu mehr Energie-Effizienz, Nachhaltigkeit und zu einem saubereren Planeten leisten will, der ist bei uns genau richtig. Gemeinsam mit solchen Menschen wollen wir die Zukunft der Miba gestalten.“
Am Standort in Bad Leonfelden werden derzeit 20 neue Mitarbeiter in allen Bereichen gesucht, das reicht von der Produktion bis hin zu Softwareentwicklern, Konstrukteuren und Lehrlingen.
„Innovationsstandort Oberösterreich vorantreiben“
Landeshauptmann Thomas Stelzer war einer der vielen prominenten Gäste bei der Eröffnung der Miba VOLTfactory. „Dynamische Industriebetriebe wie die Miba treiben den Innovationsstandort Oberösterreich voran. Energie-Effizienz und Nachhaltigkeit sind die Zukunftsthemen, in denen unser Land vorne mitspielen will und die auch Arbeit und Wohlstand sichern. Die Eröffnung des neuen Produktionswerks ist auch ein Bekenntnis und Vertrauensbeweis für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich“, betont Stelzer.


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