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PUCHENAU. Das Abwasser in unseren Kanälen ist eine ganzjährige, 365 Tage verfügbare, regionale Energiequelle und kann über moderne Wärmetauscher und Wärmepumpen ideal zum Heizen und Kühlen von Wohn- und Gewerbebauten genutzt werden. 

 (Foto: karin schwarzoffice@fotografiekarinschwarz.at)
(Foto: karin schwarzoffice@fotografiekarinschwarz.at)

„Diese Energiequelle ist zu hundert prozent nachhaltig, trägt wesentlich zur Erreichung der Klimaschutzzielebei und ist darüber hinaus auch noch wirtschaftlich. Viele Gründe, warum wir in der Klima- und Energiemodellregion Urfahr West, dem unsere Gemeinde angehört, jetzt dieses Potential im Detail auf Umsetzungsmöglichkeiten untersuchen“, erklärt Puchenaus Bürgermeister Friedrich Geyrhofer.

Nachhaltige und unabhängige Energieversorgung

Erste Ergebnisse von KEM Urfahr West und der Rabmer Gruppe aus Altenberg haben laut Gemeinde gezeigt, dass das Kanalsystem des Abwasserverbandes „Unteres Rodltal“ und hier vor allem die großen Sammelkanäle im Ortsgebiet Walding, Ottensheim bis Puchenau ein interessantes Potential für die künftige Nutzung aufweisen. Im Rahmen einer durch die Gemeinde Puchenau beauftragten Machbarkeitsstudie wurden alle relevanten Basisdaten hinsichtlich Kanal-Durchflussvolumen und Temperatur sowie eine Auswahl an geeigneten Standorten für die Umsetzung und Nutzung dieses Energiepotentials erhoben. Geyrhofer: „Das Ergebnis dieser Studie zeigt, dass der gemeindeeigene Kanal in Puchenau auf der Basis der erstellten Untersuchungen derzeit nicht für eine energetische Nutzung geeignet ist, da durch diesen zu wenig Abwasser fließt. Jedoch konnte im nahegelegenen Verbandskanal ein entsprechend hohes Potenzial nachgewiesen werden. Mit einer Energie-aus-Abwasser-Anlage würde sich für die Gemeinde Puchenau eine beachtliche Heiz- und Kühlleistung ergeben. Der benötigte Strom zum Betrieb der Wärmepumpen könnte von Photovoltaikanlagen auf den Dächern gemeindeeigener Gebäude zur Verfügung gestellt werden.“ Laut Bürgermeister würde sich In Summe daraus eine wirtschaftlich attraktive und vor allem nachhaltige, unabhängige und auf erneuerbaren Energiequellen basierende Energieversorgung ergeben. Die genauen Ergebnisse werden im Gemeinderat besprochen und darauf basierend entschieden, ob und bei welchen Standorten im Gemeindegebiet künftig Abwasserenergie umweltschonend eingesetzt werden könnte. Geyrhofer: „Wir werden die Gemeindebürger natürlich auch weiterhin über dieses hochinteressante Thema informieren.-


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