Kinderbetreuung in Urfahr-Umgebung: SPÖ-Politiker orten Probleme in ihren Gemeinden
URFAHR-UMGEBUNG. Der Wohnort eines Kindes darf nicht die Qualität der Bildung beeinflussen. Das ist die Meinung der SPÖ Vertreter aus Gallneukirchen, Feldkirchen und Zwettl.

In einer Stellungnahme fordern sie daher unter anderem: Kinderbetreuungseinrichtungen sollten mindestens vier Tage in der Woche geöffnet haben, es soll für alle Kinder ein Mittagessen angeboten werden und Betreuungseinrichtungen sollten maximal fünf Wochen geschlossen haben. Aufholbedarf gebe es laut SPÖ genug: „Gallneukirchen hat eine Kindergartenkooperation mit der Nachbargemeinde Engerwitzdorf. Insgesamt umfasst diese KiGa-Region derzeit 20 Gruppen, davon acht in Gallneukirchen. Pro Gruppe ist eine Überschreitung der Gruppengröße um bis zu zwei Kinder möglich. Damit entsteht bei Eltern wie auch bei den Beschäftigten jene Atmosphäre aus Stress, Unmut und Druck. Um weitere Gruppen kann zwar angesucht werden, allerdings hängt dies von der Entscheidung des Bedarfes vom Land OÖ ab“, erklärt Gallneukirchens Bürgermeister Sepp Wall-Strasser.
Personal muss Lücken füllen
David Allerstofer, Bürgermeister von Feldkirchen sieht ein anderes Problem: „Wir haben im Ort zwei Kindergartengruppen mit Gruppenintegration. Beim jährlich verpflichtenden Integrationsgespräch wurde mitgeteilt, dass ab Herbst 2023, die zur Verfügung stehende Förderung für Assistenzkraftstunden um 4,25 Wochenstunden gekürzt werden muss, obwohl die Anzahl der Kinder und der dafür notwendige Betreuungs- und Förderbedarf gleich bleibt.Nun erhalten entweder unsere Integrationskinder nicht mehr die bisherige Unterstützung, weil weniger Personal dafür zur Verfügung steht, oder das vorhandene Personal muss die Lücke füllen und steht somit den Regelkindern weniger zur Verfügung, oder die Gemeinde stellt zusätzliches Geld zur Verfügung“.
Tagesmüttern decken Bedarf
Und Herbert Enzenhofer von der SPÖ Zwettl meint: „Wir haben derzeit in Zwettl vier Kindergartengruppen und eine Krabbelstubengruppe. Im Kindergarten können wir den Bedarf gerade noch mit Überschreitung der Gruppengrößen abdecken. Dies geht auch nur aufgrund einer privaten Initiative eines Waldkindergarten – jedoch ohne Mittagessen und Nachmittagsbetreuung. In der Krabbelgruppe sind wir derzeit übervoll, also vier Kinder mehr als vorgesehen. Hier wird versucht den Bedarf mit Tagesmüttern zu decken.


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