Engerwitzdorf startet Effizienzbooster für Verwaltung: Pilotmodell für sparsames und wirkungsorientiertes Handeln
ENGERWITZDORF. Nicht weniger als eine kommunale Verwaltungsreform hat der Gemeinderat von Engerwitzdorf in seiner letzten Sitzung beschlossen. Mit der wirkungsorientierten, kommunalen Folgenabschätzung wird künftig anstelle von traditionellen Modellen des politischen Handelns in Engerwitzdorf auf eine moderne ziel- und wirkungsorientierte Entscheidungsfindung gesetzt.

Die Gemeindeorgane in Engerwitzdorf treffen jährlich zahlreiche Beschlüsse, welche neben Effekten auf das Gemeindebudget sich auch direkt auf die Gemeindebürger, das Personal, den Wirtschaftsstandort, die Umwelt und viele weitere Bereiche auswirken. Die politischen Vertreter der Gemeinde Engerwitzdorf wollen jedoch „nicht nur die Dinge richtig tun“, sondern „die richtigen Dinge tun“, damit die zur Verfügung stehenden Mittel bestmöglich eingesetzt werden. Die wirkungsorientierte, kommunale Folgenabschätzung wird zukünftig die Politik dabei unterstützen bereits im Vorhinein – im Rahmen einer „Landkarte“ – eine nachvollziehbare Abschätzung über die Ziele bzw. erwünschten und nicht erwünschten Folgen eines Beschlusses zu erstellen.
Engerwitzdorfer Verwaltungsreform
„Die Startfrage für politische Entscheidungsprozesse ist künftig, welches Ziel für die Gemeinde und ihre Bürgerinnen und Bürger erreicht werden soll“, so VP-Bürgermeister Herbert Fürst, der sich über diese „Engerwitzdorfer Verwaltungsreform“ als Effizienzsteigerung freut.
Anhand einer Checkliste werden die Gemeinderäte künftig bei den Vorberatungen in den Ausschüssen eine Abwägung der Zielvorstellungen vornehmen, die Folgen eines Beschlusses abschätzen, aber auch über den Zeitpunkt einer Überprüfung der Zielerreichung beraten. Diese gesamthaften Überlegungen werden in der Folge auch im Amtsvortrag in transparenter Weise festgehalten und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt.
Veränderungsschritt und Perspektivenwechsel
„Die politischen Organe der Gemeinde Engerwitzdorf haben nunmehr ein Instrument, welches Beschlüsse nicht mehr als singuläre Themenfelder betrachtet, sondern es ermöglicht einen Blick über den Tellerrand um Ziele und Prioritäten noch besser und gesamtheitlicher für die kommunale Zukunft zu planen. Ein so großer Veränderungsschritt und Perspektivenwechsel ist nur möglich, da alle Fraktionen gemeinsam hinter diesem neuen Modell stehen, wofür ich mich bedanken möchte“ führt der Entwickler des Modells und Amtsleiter der Gemeinde Engerwitzdorf, Christian Wildberger, aus.
Im Rahmen eines einjährigen Pilotversuchs sollen nunmehr im Gemeindealltag Erfahrungen mit dem neuen kommunalen Instrument der Abschätzung des kommunalen politischen Handels gesammelt werden.


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