Zehn Flächen im Bezirk Urfahr-Umgebung entsiegelt
GRAMASTETTEN. Mehr Platz für natürliche Böden statt Asphalt und Beton will das Umwelt- und Klimaressort des Landes schaffen. Zu diesem Zweck wurden in Oberösterreich bereits rund 100 Entsiegelungsprojekte gefördert. Darunter befinden sich auch zehn Projekte im Bezirk Urfahr-Umgebung. In der Gemeinde Gramastetten setzt man etwa auf verantwortungsvolle Bodenpolitik, betont etwa Bürgermeister Harald Kogler.

im Bezirk Urfahr-Umgebung wurden bisher zehn Entsiegelungsprojekte in einem Ausmaß von insgesamt 2443 Quadratmetern gefördert.
Nach Angaben des Landes sind in Oberösterreich bereits mehr als 100.000 Hektar Boden verbraucht. Pro Kopf entspricht das rund 386 Quadratmeter versiegelte Fläche.
Natürliche Böden schützen vor Hitze und Hochwasser
Versiegelte Plätze und große Asphaltflächen wirken im Sommer wie Heizplatten. Böden hingegen sind eine natürliche Klimaanlage und aufnahmefähige Böden sind der beste Schutz gegen Hochwasser. „Ein einziger Quadratmeter gesunder Boden kann bis zu 200 Liter Wasser aufnehmen“, berichtet Landesrat Stefan Kaineder.
Er sieht in den bisherigen Projekten erste Erfolge: „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, dass klimafreundliche Bauweisen im öffentlichen Bereich zur Selbstverständlichkeit werden. Das Förderprogramm zeigt, dass Veränderung möglich ist. Fast 100 Projekte haben bereits rund 50.000 Quadratmeter Beton und Asphalt zurückverwandelt.“
Land unterstützt Gemeinden bei der Entsiegelung
Gemeinden, die Flächen entsiegeln und damit widerstandsfähiger gegen Hitze und Überschwemmungen werden wollen, bekommen Unterstützung über das Förderprogramm des Landes: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/553500.htm
Verantwortungsvolle Bodenpolitik in Gramastetten
Während der aktuelle WWF-Bodenreport österreichweit für Diskussionen sorgt, zeigen die Zahlen aus Gramastetten eine erfreuliche Entwicklung: Bestehende Baulandreserven werden zunehmend genutzt, während Natur- und Landwirtschaftsflächen den Charakter der Gemeinde weiterhin prägen.
Der Anteil des unbebauten Baulandes ist in Gramastetten innerhalb von fünf Jahren gesunken: Während er im Jahr 2019 noch bei 19,7 Prozent lag, betrug er 2024 nur noch 15,7 Prozent: „Das entspricht einem Rückgang um mehr als 20 Prozent“, informiert Bürgermeister Kogler.
Auch die Zahl der theoretisch möglichen Wohneinheiten auf bestehenden Baulandreserven hat sich reduziert. Waren es 2022 noch 361 mögliche Wohneinheiten, lag diese Zahl 2024 bei 317. Damit wurden innerhalb von nur zwei Jahren 12,2 Prozent der vorhandenen Reserven mobilisiert beziehungsweise einer Nutzung zugeführt.
Gleichzeitig bleibt Gramastetten eine stark von Natur und Landwirtschaft geprägte Gemeinde: 60,3 Prozent der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt, weitere 31 Prozent sind Waldflächen. Lediglich 0,7 Prozent der gesamten Gemeindefläche entfallen auf Bauflächen, teilt Bürgermeister Kogler mit.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden