Erinnerung an Kinderheim
UTZENAICH. Die Pfarre, die Landjugend und die Gemeinde Utzenaich veranstalten am Donnerstag, 15. Februar, im Pfarrheim einen Gesprächsabend mit dem Rieder Heimatforscher und Zeitgeschichtler Gottfried Gansinger, der mit seinem Buch „Nationalsozialismus im Bezirk Ried im Innkreis: Widerstand und Verfolgung 1938 bis 1945“ vor etwas mehr als einem Jahr ein Standardwerk zu diesem Thema veröffentlichte.

Gansinger bietet in seinem Werk einen akribisch recherchierten Überblick über Widerstand und Verfolgung während der Nazizeit in unserem Heimatbezirk.
„Fremdvölkisches Kinderheim“
Ein Schwerpunkt des Abends in Utzenaich ist das „Fremdvölkische Kinderheim“ im Wilhelming, wo von 60 Säuglingen 34 verstorben sind. Im Buch wird vor allem das Schicksal der Todesopfer geschildert. Im Gespräch wird auch über die Alltagsverfolgungen wegen „Schwarzschlachtung“ oder „Schwarzhören“ (ein Beispiel: Frau Karoline Hartl) berichtet oder wie es Bäuerinnen erging, die nicht abliefern konnten oder wollten, was verlangt wurde. Ein wichtiger Teil sind die Erinnerungen von Pfarrer Georg Bachinger und weiteren Utzenaicherinnen und Utzenaichern.
Denkmal oder Gedenktafel
Vizebürgermeister Günther Lengauer: „Wir wollen in Utzenaich am Friedhof im Zuge der Sanierung der „Statue der weinenden Frauen“ ein Denkmal oder zumindest eine Gedenktafel für die verstorbenen Kinder errichten. Dieser Gesprächsabend sollte dazu der Beginn sein.“
Termin
- Donnerstag, 15. Februar, 20 Uhr
- Utzenaich, Pfarrheim
- Eintritt: freiwillige Spenden


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