Akuter Personalmangel: In Oberösterreich fehlen 383 Polizisten
BEZIRK VÖCKLABRUCK/OÖ. Im Rahmen einer Pressekonferenz analysierten SP-Klubvorsitzender Landtagsabgeordneter Christian Makor, Sicherheitssprecher Landtagsabgeordneter Hermann Krenn und der Vorsitzende des FSG-Klubs der Exekutive – Polizei Oberösterreich Norbert Höpoltseder die aktuelle Personalsituation der Polizei in Oberösterreich.

In Oberösterreich fehlen derzeit 383 Vollzeit-Polizeikräfte. „Für nahezu jeden der 383 fehlenden Vollzeitkräfte gibt es eine nachvollziehbare Ursache. So hat das Innenministerium auf unsere Anfrage hin etwa offengelegt, dass mehr als 200 Kollegen wegen Dienstzuteilungen, Karenz und Langzeitkrankenständen auf den Polizeiinspektionen fehlen. Dazu kommen noch Polizeischüler, für deren Versorgung zahlreiche Dienstposten benötigt werden“, zeigt SPÖ-Sicherheitssprecher Krenn auf.
Im Bezirk Vöcklabruck gibt es 230 Planstellen, ihnen stehen 181,6 Vollzeitkräfte gegenüber. Es fehlen also 48,4 Vollzeitkräfte (Quelle: Anfragebeantwortung Innenministerium vom 23. 3. 2018 GZ: BMI-LR2200/0008-I/1/c/2018).
„Übers ganze Land gesehen fehlen 11,1 Prozent der Vollzeitkräfte, das ist ziemlich exakt jeder neunte Dienstposten. Es müssen also acht Polizeikräfte die Arbeit von neun machen. In manchen Bezirken wie Vöcklabruck, Ried oder Steyr ist die Situation noch angespannter“, analysiert FSG-Polizei-Personalvertreter Norbert Höpoltseder.
Die SPÖ fordert daher einen echten Karenzpool mit eigenen Dienstposten zur Unterstützung der Polizeikräfte vor Ort; Polizeiinspektionen vor Ort müssen ihr zugesagtes Personal erhalten, um Sicherheitsaufgaben vor Ort erledigen zu können.


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