Autolenker gingen nach Überholmanöver mit Pfefferspray und Eisenstange aufeinander los
REGAU. Mit Pfefferspray und einer Eisenstange aufeinander losgegangen sind am Samstag kurz vor 23 Uhr zwei Autolenker in Regau. Der Grund: ein Überholmanöver.

Stattgefunden hat besagtes Überholmanöver auf einem zweispurigen Streckenabschnitt der Salzkammergut Straße B 145 nähe der Autobahnauffahrt Regau. Ein 54-Jähriger überholte einen 64-Jährigen rechts, weshalb der 64-Jährige seinen Unmut mittels Lichthupe äußerte. Bei der nachfolgenden Himmelreich-Kreuzung blieben beide an der roten Ampel stehen. Dort äußerte der 64-Jährige seinen Unmut manuell: mit Mittelfinger und eindeutigen Handbewegungen.
Plötzlich stiegen beide Lenker aus und die Auseinandersetzung eskalierte. Der 64-Jährige ergriff einen Pfefferspray und setzte diesen gegen den 54-Jährigen ein und ebenfalls gegen seine Familie, die bei ihm im Auto saß und zur Hilfe eilte. Danach fuhr der 64-Jährige Richtung Attnang davon.
Eisenstange ausgepackt
Der Sohn des 54-Jährigen, der hinter den beiden Streithähnen gefahren war und alles mitbekam, nahm wutentbrannt die Verfolgung auf und konnte den 64-Jährigen mit riskantem Überholmanöver einholen. Der 64-Jährige fuhr zu einem Firmengelände, gefolgt vom 29-Jährigen. Dort eskalierte das Ganze erneut, wobei der 29-Jährige eine mitgeführte Eisenstande vom Rücksitz nahm, ausstieg und auf den 64-Jährigen einschlug. Dieser versuchte sich mit den Händen zu schützen. Da sich der 29-Jährige ebenfalls dabei verletzte, ließ er nach einigen Schlägen vom 64-Jährigen ab und verließ die Örtlichkeit. Der 64-Jährige erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei, die sofort die Rettung verständigte, die den Verletzten ins Krankenhaus brachte.
Alle gemeinsam im Krankenhaus
Die Polizisten führten im Krankenhaus die Erstermittlungen durch. „Da alle Beteiligten nahezu zeitgleich im Klinikum zur ärztlichen Behandlung erschienen, konnte rasch ein Zusammenhang und somit die Personendaten ermittelt werden. Alle Beteiligten zeigten sich geständig. Der 64- und 54-Jährige werden angezeigt. Zudem ergab ein Alkotest beim 64-Jährigen einen Wert von 1,2 Promille. Ein vorläufiges Waffenverbot gegen die beiden Beschuldigten wurde ausgesprochen“, berichtet die Polizei.


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