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VÖCKLABRUCK. Das Silvesterkonzert fand im – ausverkauften – Stadtsaal statt. David Pennetzdorfer dirigierte das Orchester der Stadt Vöcklabruck, Gesangssolisten waren Marianne Geßwagner (Sopran) und Martin Kiener (Tenor). Am Programm standen Werke von Suppé,  Johann Strauß (Sohn), Levay, Joseph  Strauß, Gershwin, Webber, Marques, Poulenc und Lehar.
 

Martin Kiener (Tenor)
  1 / 2   Martin Kiener (Tenor)

Sabine Prötsch und Uwe Marschner moderierten launig und sparten nicht mit treffenden Anspielungen und kleinen, aber feinen Seitenhieben. David Pennetzdorfer erwies sich wieder als feinfühliger Gestalter, der aus dem hoch motivierten Orchester einen großartigen Farbenreichtum herausholte. Besonders der lyrische und humorvolle Charakter der Suite Les Biches von Poulenc – ein geistreiches, elegantes Werk – kam zu besonders klarem Ausdruck. Der Dirigent beeindruckte mit kräftigen Akzenten und feinsten Schattierungen und machte das ganze Konzert zu einem beglückenden Hörerlebnis.

Martin Kiener entfaltete seine Qualitäten: Feine Charakterisierungskunst, sinnliches Timbre und virtuose Brillanz. Marianne Geßwagner glänzte mit ihrer Stimme – zart und doch fest in der Substanz, mit bezaubernd leuchtkräftiger Höhe und traumhaft blühender Phrasierungskultur, die lyrischen Linien von samtigem Klang getragen.

(von Fred Androsch)


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