ATTNANG-PUCHHEIM. Das Kammerorchester Attnang-Puchheim unter der Leitung von Friedrich Springer veranstaltete ein Konzert mit Werken von Joseph Haydn und Franz Schubert.

Auf dem Programm standen Haydns Sinfonie G-Dur HV 1/27 und das Cellokonzert Nr. 2 D-Dur HV VII b 7/2 sowie Schuberts Sinfonie Nr. 5 in B-Dur DV 485.
Die Sinfonie Nr. 27 – ein Glanzpunkt der ersten Gruppe der Sinfonien Haydns – erklang herrlich klassisch. Im Cellokonzert glänzte Eva Kögler als hervorragende Solistin. Das zweite Cellokonzert ist kantabler und lyrischer als das erste. Das „singende Allegro“ – kantable Melodik in den schnellen Sätzen – hat Haydn von Mozart gelernt. In diesem Konzert sind alle Sätze von einer weichen, geschmeidigen Melodik geprägt.
Einblicke in seelische Tiefen
Im Ausklang leitete Friedrich Springer das in Hochform spielende Kammerorchester zu einer vollendeten Interpretation der 5. Sinfonie in B-Dur, DV 485 von Franz Schubert. Die Fünfte gehört noch zu den Jugendwerken (Schubert war bei der Komposition 19 Jahre alt), ist aber die erste wirklich ausgereifte Sinfonie mit allem, was dazu gehört: Feine Übergänge von einem Thema zum anderen, die Dur-Moll-Gegensätze nahe beisammen, Ausflüge in entlegene Tonarten, trotz großer Schlichtheit, Einblicke in seelische Tiefen tauchen auf, auch Momente der typischen Melancholie.
(von Fred Androsch)


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