Mondseer Jedermann feiert 100-jähriges Jubiläum
MONDSEE. 1922 hallte zum ersten Mal der Jedermann-Ruf durch Mondsee. 100 Jahre später wird die Mundart-Fassung des weltberühmten Mysterienspiels nach Hugo von Hofmannsthal nach wie vor von der aktuell 110-köpfigen Spielgemeinschaft im Karlsgarten dargeboten.

„Dieses Mysterienspiel lebt von seiner Tradition und ist für seine Ursprünglichkeit bekannt“, sagt Ute Lechner. Sie ist Obfrau der Spielgemeinschaft, für die Gesamtleitung zuständig und dem Ensemble seit 66 Jahren treu. Manches aber hat sich im Wandel der Zeit doch geändert. Beispielsweise durften ursprünglich nur „waschechte Mondseer Bürger“ beim Jedermann mitspielen. Mittlerweile finden sich unter den Mitgliedern viele Tiefgrabener, St. Lorenzer oder Innerschwander – „es hätte sonst irgendwann ein Personalproblem gegeben“, sagt Lechner.
Chronik erstellt
Anlässlich des Jubiläums erscheint eine 80-seitige Chronik, in der sämtliche Informationen, Fotos und kurzweilige Erzählungen von der Entstehung des Jedermanns bis in die Gegenwart präsentiert werden. Die Jedermann-Chronik ist unter anderem im MondSeeLand-Museum, in der Trafik Schwaighofer sowie bei Reisen Feichtinger erhältlich. Auch die Sonderausstellung „100 Jahre Mondseer Jedermann“ im Kreuzgang des Schlosses Mondsee stehen im Jubiläumsjahr auf dem Programm. Die Ausstellung ist über das Pfahlbau- und Klostermuseum zu den regulären Eintrittszeiten zugänglich und im Eintrittspreis enthalten.


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