Völkerverständigung künstlerisch verpackt
VÖCKLABRUCK. Malarina steht am Donnerstag, 11. Mai, mit ihrem Kabarettprogramm „Serben sterben langsam“ im Stadtsaal Vöcklabruck auf der Bühne.

Malarina wurde in Picka Materina ohne Autobahnanschluss geboren und ist in Innsbruck als Tochter serbischer Gastarbeiter aufgewachsen. 2011 kam sie nach Wien. Dort studiert sie Komparatistik. Mit dem Abschluss lasse sie sich noch Zeit, weil sie eventuell später in die Politik wechseln und nicht überqualifiziert sein wollen würde.
Seit 2019 versucht Malarina durch das Kabarett zur Völkerverständigung zwischen den „Schwabos, Tschuschen und Elite-Tschuschen“, wie sie sagt,beizutragen. In „Serben sterben langsam“ lädt sie zu einer Geschichtsstunde von Sarajewo nach Ibiza und verarbeitet den schmerzhaften Verlust HC Straches.
„Wie integrieren wir uns, die Serben, eine Nation deren Image seit Kaisermord und Srebrenica schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, in einem Land wie Österreich, dessen Geschichtslehrer von ebendiesem Kaisermord mit nicht nachlassender Erschütterung berichten? Der Weg der serbischen Gastarbeiter führte über Integration Classic hin zu Assimilation 1.0 aus Angst vor Haider. Aus Liebe zu HC Strache kam das Upgrade auf Assimilation 2.0-Edition inklusive Xenophobie und Islamophobie extended Version. Doch wie soll es für uns Serben ohne HC Strache weitergehen?“, so Malarina über ihr Programm.
Die Kabarettistin wurde mit dem österreichischen Kabarettpreis 2022 als beste Nachwuchskünstlerin und mit dem Salzburger Stier 2023 für Österreich ausgezeichnet.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden