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VÖCKLABRUCK. Viel Aufregung gibt es derzeit um Tempokontrollen in der Bezirkshauptstadt. In zahlreichen Briefen an die Redaktion beschweren sich Leser über „Abzocke“ der Verkehrsteilnehmer.

Die Vöcklabrucker Innenstadt ist eine 30er-Zone – für die Sicherheit von Radfahrern, Fußgängern und Autofahrern. Foto: Mac

Auch am Stadtamt gingen Beschwerden ein, so Bürgermeister Herbert Brunsteiner. Eine Dame etwa wurde im 20er der Begegnungszone am Stadtplatz mit 27 km/h geblitzt. Von „moderner Wegelagerung“ war sogar die Rede: „Das hat mit Verkehrssicherheit nichts zu tun. Da geht es nur um Geldbeschaffung für die Stadtkasse“, schrieb etwa ein aufgebrachter Leser.

„Stadt ist kein Sonderfall“

Dabei liegt der Grund dafür gar nicht beim Stadtamt, sondern der neuen Toleranzgrenze bei Tempokontrollen, die es seit Herbst gibt. Bei Geschwindigkeitsbeschränkungen bis 50 km/h (also im Ortsgebiet oder in Zonenbeschränkungen) wurde die Toleranz von 10 km/h auf 5 km/h herabgesetzt. „Die Stadt Vöcklabruck ist also in keiner Weise ein Sonderfall“, so Bürgermeister Herbert Brunsteiner. Die Begegnungszone mit 20 km/h am Stadtplatz und in der Hinterstadt waren massiv – insbesondere von den Kaufleuten – gewünscht worden. Eine zweite Begegnungszone gibt es in der Dürnau bei der sogenannten Eschbach Kreuzung. Die 30er-Zone gilt in der Innenstadt. „Und zwar aus dem Grund, damit Fußgänger, Autofahrer und Radfahrer im Mischverkehr sicher miteinander auskommen“, weiß Brunsteiner. In der Dürnauer Straße gibt es außerdem eine 40 km/h-Beschränkung.

„Die Toleranzgrenze war nicht unsere Idee“, erklärt der Ortschef. Dessen ungeachtet wird sich der Verkehrsausschuss der Stadt aber mit den derzeitigen Tempolimits beschäftigen und prüfen, ob diese noch gerechtfertigt sind – vor allem die bestehenden 30er-Beschränkungen. „Hier schlägt teilweise die neue Toleranzgrenze voll zu“, so Brunsteiner. Zwei Beamte der Stadtpolizei wurden ersucht, zu evaluieren, wo anstelle eines 30er ein 40er möglich wäre. Herausgekommen ist dabei, dass in der Freileiten, in der Gmundnerstraße, in der Höhenstraße, in der Industriestraße, in der Telekomstraße, in der Wartenburgerstraße, in der Wagrainer Straße und in der Ziegelwies Straße eine 40 km/h-Beschränkung sinnvoller wäre. Der Bürgermeister lässt außerdem derzeit große, auffallende Tafeln anfertigen, auf denen auf die neue Toleranzgrenze hingewiesen wird. Sie sollen flexibel in jenen Bereichen aufgestellt werden, wo mit dem mobilen Radar gemessen wird.


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Udat
Udat
11.04.2019 00:40

Messtoleranz im Ortsgebiet

Ich kann mich nur den beiden Meinungen anschließen. Alle Bemühungen der Stadtgemeinde deuten auf das Erzielen höherer Einnahmen hin. Ich würde das als durch Verordnungen und Gesetze legalisiertes Raubrittertum bezeichnen, freilich unter dem fadenscheinigen Deckmantel der Verkehrsberuhigung und des Umweltschutzes.

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Hans W.
Hans W.
09.04.2019 20:12

Seit dem 30er Wahnsinn meide ich die Stadt!

Das ganze ist nur mehr Abzocke, und der trostlose Stadtplatz wo schon jedes 3. Geschäft zusperrt ist für einen ehemaligen Vöcklabrucker der jetzt in einer Nachbargemeinde wohnt nicht mehr zu ertragen! Varena ist meine neue Heimat, dort sah ich sogar letzten Samstag Bürgermeister Brunnsteiner beim Einkaufen!

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Rudolf Haslinger
Rudolf Haslinger
09.04.2019 19:37

Ich werde die Stadt Vöcklabruck so gut es geht meiden den Bauernmarkt in der Varena besuchen anstatt den Wochenmarkt oder die Kaffeehäuser . Ich halte mich immer an Geschwindigkeits Grenzen aber ständig auf die 30 kmh achten das macht Stress und auf den kann ich verzichten.Eines Tages wird der Bürgermeister und sein Verkehrsrevarent alleine mit 30 km durch die Stadt laufen und achten damit sie die 35 überschreiten.