Rotes Kreuz entwickelte „mobile Intensiveinheiten“ für Covid19-Patienten

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Martina Ebner Martina Ebner, Tips Redaktion, 06.04.2020 14:24 Uhr

BEZIRK VÖCKLABRUCK. Um intensiv- und beatmungspflichtige Covid19-Patienten verlegen zu können, entwickelte das OÖ. Rote Kreuz sogenannte Covid-Intensivtransportfahrzeuge. Die erste „mobile Intensiveinheit“ steht in Steyr. Weitere Fahrzeuge werden in einer ersten Phase diese Woche an den Standorten Vöcklabruck, Traun und Linz aktiviert.

Die Covid-Intensivtransportfahrzeuge sind mit notwendigen Geräten ausgestattet, um Patienten transportieren zu können, die eine intensivmedizinische Betreuung brauchen. Die Fahrzeuge sind mit Notfallsanitätern besetzt. „In Zusammenarbeit mit dem Kepler Universitätsklinikum und der Notarztbörse managen wir die temporäre Besetzung mit Notärzten“, erzählt Markus Brunner, der den seit Wochen andauernden Einsatz rund um den Corona-Virus im Landesrettungskommando des OÖ. Roten Kreuzes leitet. Noch im Laufe der Woche starten die ersten drei Covid-Intensivtransportfahrzeuge ihren Betrieb. Je nach Bedarf ist es möglich, solche Fahrzeuge flächendeckend einzusetzen. Dieses System ergänzt die bisherige notärztliche Versorgung im Bundesland.

Aufbereitete Rettungsfahrzeuge, die leicht zu desinfizieren sind

Seit dem Bekanntwerden der Corona-Virus-Erkrankungen in China unterstützt das OÖ. Rote Kreuz maßgeblich die zuständigen Gesundheitsbehörden. Gleich am Beginn der Covid-Erkrankungen aktivierte das OÖ. Rote Kreuz seine drei Hochinfektionstransport-Standorte in Vöcklabruck, Steyr und Traun. „Zusätzlich entwickelten wir flächendeckend sogenannte Covid-SEWs, um rettungsdienstliche Transporte durchführen zu können“, ergänzt Brunner. Dabei handelt es sich um herkömmliche Rettungsfahrzeuge, die dementsprechend aufbereitet wurden, um sie leicht desinfizieren zu können. Um möglicherweise an Covid19 erkrankte Personen transportieren zu können, die leichte Symptome zeigen, entwickelte das OÖ. Rote Kreuz neun leicht zu desinfizierende Covid-Transportfahrzeuge.

Engmaschiges Netzwerk der Hilfe 

Die Mitarbeiter sind für die Bevölkerung da, um zu helfen. Sie testen täglich hunderte Menschen, sind in der mobilen Pflege und Betreuung tätig, unterstützen Behörden in vielen Bereichen, führen Krankentransporte durch und sind zur Stelle, wenn Menschen Hilfe brauchen. 24.000 Menschen engagieren sich im OÖ. Roten Kreuz, 22.000 davon freiwillig. Sie spannen ein engmaschiges Netzwerk der Hilfe über das Bundesland.

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