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BEZIRK. Für Unternehmer tritt schön langsam Alltag ein. Die Covid-19-Lockerungsverordnung schafft für viele Branchen Erleichterung und einen Schritt in Richtung Alltag. Aber Corona trifft alle Unternehmen – will heißen, manche immer noch und ganz besonders. 

Wann kann man mit dem Reisebus wieder ins Ausland fahren? Eine von vielen brennenden Fragen, besonders auch für die Busunternehmen. Foto: Weihbold

Die versäumten Umsätze aufzuholen, wird aber noch lange dauern. In vielen Branchen ist eine komplette Kompensation der hohen Ausfälle und Verluste aber gar nicht möglich. Für einige verschiebt sich der Umsatz, der in Corona-Zeiten nicht möglich war.

Veranstalter haben es ganz besonders schwer

Und manche Berufsgruppen und Unternehmen trifft es besonders hart und lange. Ganz vorne stehen dabei die Veranstaltungsagenturen und die Veranstaltungstechniker. „Hier kommt erschwerend dazu, dass vor allem im Veranstaltungsbereich die Betriebe zu Jahresbeginn ihr gesamtes Equipment für das ganze Jahr kaufen und erneuern. Das haben sie auch heuer getan, dann kam Corona und die Kosten blieben“, erklärt Stephan Preishuber, Obmann der Wirtschaftskammer Vöcklabruck. Auf der anderen Seite bei Veranstaltungen stehen die vielen Künstler, die derzeit keine Auftritte haben. Bei ihnen geht es nicht nur um Einnahmen, um ihre Lebenskosten zu bestreiten, sie haben oft auch nicht mehr die finanziellen Mittel für ihre Krankenversicherung.

Tanzen unter Auflagen

Tanzschulen können langsam ihren Betrieb wieder aufnehmen, müssen aber strenge Regeln beachten. „Paare, die derzeit einen Tanzkurs besuchen, müssen im gemeinsamen Haushalt leben. Und pro Tanzpaar müssen mindestens zehn Quadratmeter Platz im Tanzraum zur Verfügung stehen“, erklärt Josef Renner, Leiter der Wirtschaftskammer Vöcklabruck.

Große Unsicherheit für die Busunternehmen

Auch für die vielen Busunternehmen im Bezirk und die Reisever-anstalter kehrt ganz langsam wieder der Unternehmeralltag zurück. Durch die Öffnung der Schulen ist für viele von ihnen zumindest der Schulbusbetrieb wieder gesichert. Allerdings gilt auch im Schulbus: Mindestabstand von einem Meter zwischen den Sitzplätzen und Tragen einer Schutzmaske ab sechs Jahren. Reisen oder organisierte Busausflüge können derzeit aber bestenfalls geplant werden – und dann auch nur innerhalb Österreichs. „Das Schwierigste für diese Branche ist die Unsicherheit. Es gibt noch keine klaren Richtlinien, wie und wann Urlaube im Ausland möglich sein werden. Alles, was derzeit geplant werden kann, ist unsicher und nicht garantiert“, sagt die Wirtschaftskammer. Von einer Lockerung kann hier kaum noch die Rede sein. Lediglich Fremdenführer dürfen schon Führungen im öffentlichen Raum in Kleingruppen bis zu zehn Personen anbieten.

Für Bars und Nachtlokale heißt es weiter – warten!

Auch in der Gastronomie werden Umsatzeinbußen kaum mehr aufzuholen sein. Die Wirte können zwar seit 15. Mai ihre lang ersehnten Gäste wieder bedienen, allerdings tut die Sperrstunde um 23 Uhr noch sehr weh in der Gastronomie. Bars und Nachtlokale müssen immer noch warten, bis sie aufsperren dürfen. „Viele Bars sehen das als große Ungerechtigkeit und verstehen die Regelung nicht. Für einige bedeutet es weiterhin einen Kampf um die Existenz“, sagt Stephan Preishuber von der Wirtschaftskammer Vöcklabruck. Und Preishuber weiter: „Wir würden ihnen sehr gerne Perspektiven geben, wir fühlen mit den Unternehmern tagtäglich mit und versuchen, wo es geht, ihnen zu helfen. In den Fachgruppen und Branchen wird täglich mit der Regierung verhandelt, um vernünftige Lösungen möglichst rasch zu finden.“


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