Hofübergabe beim „Christbaum-Franz“

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August Gasselsberger, , 30.10.2020 08:35 Uhr

Der „ Christbaum-Franz “ ist eine bekannte Größe auf dem heimischen Christbaummarkt. Seine Kulturen im Ausmaß von ca. 4 ha und 35000 Christbäumen liegen vorwiegend in der Ortschaft Walding in der Gemeinde Ottnang und werden zusätzlich mit 18 ha Wirtschaftswald imVollerwerb geführt. Nun ist die Nachfolge gesichert und die Christbaumsaison wurde am Nationalfeiertag gestartet.

Hofübergabe beim „Christbaum-Franz“. Der „ Christbaum-Franz “ ist eine bekannte Größe auf dem heimischen Christbaummarkt. Seine Kulturen im Ausmaß von ca. 4 ha und 35000 Christbäumen liegen vorwiegend in der Ortschaft Walding in der Gemeinde Ottnang und werden zusätzlich mit 18 ha Wirtschaftswald im Vollerwerb bewirtschaftet. Franz Schablinger war auch jahrelang Obmann der OÖ. Christbaumbauern und des OÖ.Waldbesitzerverbandes.

Anlässlich der bevorstehenden Pensionierung stellte sich die Frage, was passiert jetzt mit den vielen Christbäumen und mit dem Betrieb insgesamt. Wie bei vielen anderen landwirtschaftlichen Betrieben ein schwieriges Thema. Ist eines der Kinder bereit da einzusteigen, oder muss alles verpachtet werden.Der Christbaum-Franz, oder auch „ da Hanis z´Walding“ hat das Glück, dass eines der Kinder, in dem Fall Tochter Cornelia den Betrieb mit ihrem Freund übernehmen will. Natürlich unter Mithilfe und Know-how des Vaters, wie das bei Familienbetrieben auch so üblich ist.

Franz Schablinger hat nach einer Ausbildung zum Tischlermeister den elterlichen Milchviehbetrieb 1986 im Nebenerwerb übernommen. Nach ersten Pflanzungen schon 1980 und laufenden Erweiterungen der Kulturen konnte die außerbetriebliche Tätigkeit im Holztreppenbau eingestellt werden und so wurde 1998 nach endgültiger Umstellung auf Forstwirtschaft und Christbaumproduktion der Hof wieder zum Vollerwerbsbetrieb.

Es dauert natürlich ein paar Jahre bis man sich einen Kundenstock aufgebaut hat, so Franz Schablinger, aber wenn man gerne den Kontakt zu den Leuten und Kundschaften hat, ist das kein Problem und man nimmt gerne im Winter eisige Temperaturen und Schneegestöber in Kauf.

Wie überhaupt viele Leute glauben, meint der Christbaum-Franz noch, das die Arbeit eines Christbaumbauern nur zu Weihnachten ist, den kann ich gerne einmal mitnehmen in die Kulturen beim Ausmähen, Nachsetzen, Korrekturschnitt, Schädlingskontrolle, Zäune Instandsetzen, etc.. Dazu kommt noch Büroarbeit, Werbearbeit und sonstiges Management. Aber man kann sich die Zeit relativ gut einteilen und grundsätzlich sollte eine gewisse Liebe zur Natur und Arbeit im Freien vorhanden sein.

Ein besonderes Highlight im Jahresablauf ist immer die Saisoneröffnung am 26.Oktober, wo die Kunden sich im Rahmen eines Familienausfluges selbst in der Christbaumplantage ihren Baum aussuchen können. Dieser wird dann kurz vor Weihnachten, auf Wunsch auch in der richtigen Mondphase, geschnitten. Natürlich gibt es auch den Standverkauf in den Städten, wo man auch eine große Auswahl nach Baumart, Größe und Preis hat.So gesehen kann das Weihnachtsfest kommen. Corona bedingt liegen heimische Produkte stark im Trend, Bauernmärkte, Direktvermarktung ab Hof, kurze Wege und Wertschöpfung im Land und Bezirk sind gefragt wie noch nie.

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