Vor einem Jahr ein blinder Passagier, nun ist Tramper zuhause angekommen
FRANKENBURG. Vor einem Jahr vernahm ein junges Ehepaar ein leises, aber sehr verzweifeltes Miauen aus dem Motorraum seines Autos. Darin versteckte sich der erst wenige Wochen alte Kartäuserkater „Tramper.“

Irgendwo auf dem Weg von Graz nach Oberösterreich stieg er zu, um Schutz vor der Kälte zu finden. Nach dieser Horrorfahrt kam er stark traumatisiert auf den Assisi-Hof Frankenburg des Österreichischen Tierschutzvereins. Schnell fand sich eine neue Familie für „Tramper“, bei der er richtig aufblüht.
Vertrauen aufgebaut und für Kuscheleinheiten bereit
„Er ist zu einem wunderschönen Kater herangewachsen, gesund und immer für eine Kuscheleinheit zu haben“, schwärmt Trampers neues Frauchen. Sie ist sehr froh, dass sich der kleine Kater bei ihr wohlfühlt und ihr mittlerweile sein Vertrauen schenkt. Das ist nicht selbstverständlich, sind ihm doch psychische Schäden geblieben. Wenn Tramper etwas hört, schreckt er sofort auf und läuft in sein Versteck. Auch Fremden gegenüber ist er sehr reserviert. „Bei mir ist er das genaue Gegenteil: ein richtiger Kuschelkater, der nur so vor sich hin schnurrt. Wie ein kleiner Hund folgt er mir auf Schritt und Tritt“, freut sich die Kater-Mama.
Traum statt Trauma
„Trampers“ neues Katzenleben startet täglich um 6 Uhr. „Raus aus den Federn, ich will spielen und!“, würde er dann wohl am liebsten rufen. Gespielt wird mit allem, was auf dem Boden liegt und durch die Gegend gekickt werden kann. Viele Streicheleinheiten, gekochtes Huhn und zusammen mit seinem Frauchen unter einer Decke schlafen – das darf der kleine Kater nun endlich genießen.
Besonders jetzt möchte „Tramper“ daran erinnern, dass schwere Zeiten nicht für immer sind und es das Licht am Ende des Tunnels durchaus gibt.


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