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BEZIRK VÖCKLABRUCK. „Es kommt auf die nächsten Wochen besonders an“, schreibt Bezirkshauptmann Johannes Beer in einer Medienaussendung. Die Corona-Virus-Pandemie habe den Bezirk fest im Griff und die Situation zehre an den Kräften.

  1 / 2   Durch ein breites Testangebot sollen Infektionen frühzeitig entdeckt werden. Foto: Spitzi-Foto/Shutterstock.com

„Angesichts der stark steigenden Impfstofflieferungen, Impfungen und bevorstehenden wärmeren Jahreszeit kommt es aber auf die nächsten Wochen besonders an“, so Beer.

Längere Quarantänezeit

Aufgrund der Virusvarianten gibt es neue Quarantänevorgaben des Bundes, die in ganz Oberösterreich umgesetzt werden. Die Absonderungsdauer hat sich von zehn auf 14 Tage verlängert. Die betroffenen Personen haben aber die Möglichkeit, mit einem negativen Test vorzeitig mit Ablauf des zehnten Tages und 48-stündiger Symptomfreiheit die Quarantäne zu beenden.

Angespannte Lage in Spitälern

Die steigenden Infektionszahlen führen auch in den Spitälern zunehmend zu einer angespannten Lage. Das Salzkammergut Klinikum richtet sich jetzt wieder primär auf die Akutversorgung und die Betreuung von Covid-Erkrankten ein. Derzeit befinden sich die Spitäler laut Pressesprecher Wolfgang Baihuber in einem „Hybridmodus“: Von insgesamt 27 Intensivbetten (“ICU-Betten“) an den Standorten Vöcklabruck Gmunden und Bad Ischl wurden Ende vergangener Woche acht für Covid-Patienten benötigt. Im Laufe dieser Woche rechne man mit bis zu 14 benötigten Betten, so Baihuber. Es werde daher die nächste Eskalationsstufe vorbereitet. Damit verbunden sei auch eine Reduktion von nicht akuten bzw. dringlichen Leistungen.

Zunahme des Infektionsgeschehens

Auch in den Labors und bei den Testkapazitäten macht sich eine Zunahme des Infektionsgeschehens bemerkbar. „Das Contact Tracing ist aufgrund der Virusvarianten fordernder“, berichtet Beer. Hier mache sich vor allem der Präsenzunterricht bemerkbar. Ziel sei es aber nach wie vor, den Bürgern ein breites Testangebot zu bieten, um durch regelmäßige Testungen frühzeitig Infektionen zu entdecken und die Infektionskette durch Absonderungsmaßnahmen zu durchbrechen.

Hohe 7-Tages-Inzidenzen

In einigen Gemeinden des Bezirks gibt es immer wieder hohe 7-Tages-Inzidenzen. Ab einer über sieben Tage andauernden Inzidenz von mehr als 300 wird eine Gemeinde bzw. der Bezirk einer verstärkten, laufenden Beobachtung unterzogen und entsprechende Maßnahmen vorbereitet. Diese werden bei einer über sieben Tage andauernden Inzidenz von 400 umgesetzt. Das kann auch eine Verordnung umfassen, wonach die Gemeinde/der Bezirk nur mit negativem Covid-19-Testergebnis verlassen werden kann, bis die Inzidenz wieder wesentlich niedriger ist. Hier laufen vorsorgliche Planungen und Vorbereitungen mit dem Bezirkspolizeikommando Vöcklabruck und dem österreichischen Bundesheer. Derzeit liege der Gesamtbezirk seit einigen Tagen bei einer Inzidenz von etwa 370, so Bezirkshauptmann Johannes Beer: „Wir sind im Austausch mit dem Krisenstab des Landes bzw. mit dem Gesundheitsministerium. Die Verordnung ist vorbereitet und auch mit der Polizei ist alles soweit vorbesprochen.“

Schutzmaßnahmen einhalten

Beer appelliert an alle im Bezirk Vöcklabruck, konsequent die grundlegenden persönlichen Schutzmaßnahmen zu ergreifen: Abstand halten, Maske tragen, Hände waschen, regelmäßig und gut lüften sowie Menschenansammlungen meiden bzw. keine Feiern und Veranstaltungen durchführen und besuchen.

Gleichzeitig wird jeder im Bezirk ankommende Impfstoff binnen weniger Tage vollständig an die Menschen verimpft. Bis Freitagvormittag konnten 11.432 im Bezirk erstgeimpft und 4.889 zweitgeimpft werden. Am Wochenende wurden außerdem im Bezirk rund 1.200 Lehrer erstgeimpft.


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