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WOLFSEGG. Peter Chalupar – bekannt unter seinem Künstlernamen „Beda mit Palme“ – machte sich eine besondere Aufgabe zur Mission: Das Sammeln von 100.000 Zigarettenstummeln.

Seit zwei Jahren sammelt Peter Chalupar immer wieder Zigarettenstummel. (Foto: privat)
Seit zwei Jahren sammelt Peter Chalupar immer wieder Zigarettenstummel. (Foto: privat)

Was im Sommer 2019 auf dem Weg zum Probenraum angefangen hat, zieht sich bis heute: Tausende Zigarettenstummeln hat Chalupar bereits gesammelt. So sagt der Musiker: „Eines Tages habe ich mal auf dem Weg zum Probenraum alle Tschick aufgehoben und mitgezählt. Ich war überrascht, dass ich in kürzester Zeit über 100 Stück zusammengebracht habe.“ Regelmäßig schnappt er sich Kübel und Handschuhe und tut damit nicht nur etwas Gutes für die Umwelt, er hat auch so einige amüsante Begegnungen. „Witzig ist die Reaktion der Leute. Den meisten bin ich wurscht und sie beachten mich beim Sammeln nicht, aber wenn jemand stehenbleibt, dann fragen sie warum und ob ich den Tabak aus den alten Zigaretten sammle und selber rauche“, lacht Chalupar, der Nicht-Raucher ist. Auf die Frage, ob mit dem Sammeln nicht ein gewisser Ekel verbunden ist, reagiert er gelassen. Er verwende immer Handschuhe. Es sei zwar ekelhaft, aber nicht unangenehm. Schließlich tue er ja etwas Sinnvolles.

Das große Ziel

Ziel sind die 100.000 Stummeln, egal, ob diese in den nächsten Wochen und Monaten oder den nächsten Jahren erreicht werden, da die Aktion ohnehin nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sei. „Aber es ist mein wohlwollender Beitrag zu einer sauberen Zukunft“, so der 32-Jährige. Außerdem bringt das Sammeln auch einen gewissen Eigennutz mit sich. „Es ist für mich eine wertvolle Beschäftigung, die schon fast etwas Beruhigendes hat. Aber Rückenschmerzen hast du danach auch.“

Was danach passiert

Sobald das Ziel erreicht ist, sind Schulbesuche geplant, um mit den jungen Menschen darüber zu sprechen. Auch ein Kunstprojekt ist nicht auszuschließen. „Oder ich bringe sie dem Landeshauptmann mit einer Scheibtruhe und sag' ‚gern geschehen‘“, lacht Chalupar. Er erwarte mindestens das Ehrenverdienstkreuz von Österreich, wie der Künstler scherzhaft erwähnt.


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