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ATTERSEE. Landschaftsplanerin Michaela Köpl vereint mit ihren Bepflanzungen schöne Ortsbilder und Klimaschutz.

Landschaftsplanerin Michaela Köpl Foto: www.a-ss.at
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Der Frühling beginnt im Herbst, zumindest für Landschaftsplanerin und Gärtnerin Michaela Köpl aus Attersee. Sie plant, pflanzt und pflegt nachhaltige Blumenlandschaften für den öffentlichen Raum. Damit im Frühling alles blüht, sollte man jetzt mit der Planung beginnen.

Köpl arbeitet mit Bio-Tulpen, heimischen Wild- und bäuerlichen Zierpflanzen sowie einer Kombination daraus. Sie wendet sich an Gemeinden und Städte, an Touristiker, Pfarrgemeinden, Ortsbäuerinnen sowie an Verantwortliche für Parkanlagen in Krankenhäusern oder Kuranstalten. Referenzprojekte der gebürtigen Vöcklamarkterin finden sich in vielen Kommunen, im Linzer Schillerpark, im Schlosspark Hellbrunn in Salzburg und auf der Blumeninsel Mainau.

Hingucker und Wohlfühlplatz

Orts- und Stadtplätze, Kreisverkehre, Parks und Grünflächen – etwa bei Krankenhäusern, Kirchen, Schulen, Kindergärten, Amtsgebäuden oder eintönigen Rasenflächen: „Wo Blumenlandschaften wachsen, fühlen sich Menschen sowie Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten nachweislich wohl. Außerdem sind die bunten Hingucker maximal klimafreundlich“, sagt Köpl. „Blumenlandschaften lassen sich mit wenig Aufwand und ohne die Verwendung von Pestiziden in Gemeinden oder Städten anlegen und pflegen. Als Landschaftsplanerin begleite ich Projekte von der Konzeption und Planung, über die Visualisierung bis hin zum Anpflanzen. Außerdem kümmere ich mich darum, dass sich das Pflanzkonzept entsprechend entwickelt“, sagt Köpl. „Blumenlandschaften sind eher pflegeleicht, man muss nicht viel tun. Aber: Man muss viel darüber wissen. Dieses Know-how gebe ich an meine Kunden weiter“, sagt Köpl.

Erträglichere Hitzewellen

„In Kombination mit Bäumen und Sträuchern verbessern Blumenlandschaften das Mikroklima eines Ortes oder einer Stadt: Die vielen Blätter sorgen für eine erhöhte Verdunstung, was Hitzewellen erträglicher macht.“ Köpl verwendet hauptsächlich mehrjährige Pflanzen für ihre Beete: „Das ist nachhaltiger, denn diese Pflanzen wurzeln stärker nach unten und holen sich das Wasser somit aus der Tiefe. Man braucht also weniger zu gießen und vor allem: Man muss nicht nach einer Saison alles wegschmeißen. Auch wichtige Winterquartiere für Wildbienen, Käfer und Schmetterlingslarven werden ganz einfach nebenbei geschaffen.“

Blühende Beete für Tourismusorte

„Besonders in Tourismusgegenden verstärken durchdachte Bepflanzungen die Identität eines Ortes und sorgen somit für Imagebildung“, sagt Köpl, die als Expertin auf ihrem Gebiet gilt: Die studierte Landschaftsplanerin, Ökologin und Gärtnerin arbeitete unter anderem in der Planungsabteilung der Blumeninsel Mainau am Bodensee in Deutschland. „Die fulminanten Tulpenwiesen auf der Mainau waren der Beweggrund, eigene Tulpenlandschaften in Österreich zu kreieren“, erzählt Köpl.

Doktorat über Bäuerinnen und deren Blumenkultur

Ein weiteres Steckenpferd der Oberösterreicherin sind bäuerliche Zierpflanzen, die in unserer Kultur verwurzelt sind. „Es sind die Blumen unserer Mütter und Großmütter. Und das Beste: Die Vielfalt an bäuerlichen Blumen und heimischen Pflanzen ist ökologisch wertvoll, weil sie verschiedenste Lebensräume für die Tierwelt bietet. Darüber hinaus ist sie für viele Monate im Jahr ein Blickfang“, sagt Köpl. In ihrem Doktorat ging sie sogar der Frage nach, wie oberösterreichische Bäuerinnen ihre Blumenkultur im 21. Jahrhundert pflegen und beschreiben. „Dazu führte ich Feldforschungen in den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden durch. Diese Arbeit öffnete mir die Augen dafür, wie die eigene Lebensgeschichte und soziale Beziehungen auf Gestaltungen mit Blumen einwirken, und wie Blumen zu Lieblingsblumen werden. 


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