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VÖCKLABRUCK. Die Ereignisse am Klinikum Kirchdorf veranlassen die OÖ Gesundheitsholding (OÖG), nunmehr flächendeckend an allen Klinik-Standorten, auch in Vöcklabruck, Security einzusetzen, die den Schutz der Mitarbeiter an den Schleusen der Kliniken gewährleisten soll. Zusätzlich werden weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit der Belegschaft gesetzt.

An allen Standorten - auch in Vöcklabruck - werden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. (Foto: OÖ Gesundheitsholding)

„Wir verurteilen die Übergriffe auf unsere Mitarbeiter scharf und werden daher jetzt weitere Maßnahmen zu ihrem Schutz treffen. Als Erstmaßnahme werden wir an allen Schleusen unserer Kliniken Security zur Unterstützung und zum Schutz unserer Mitarbeiter zum Einsatz bringen. Diese Maßnahme können wir kurzfristig umsetzen. Zusätzlich werden wir weitere Maßnahmen zu ihrem persönlichen Schutz setzen“, sagt Karl Lehner, Geschäftsführer der OÖ Gesundheitsholding.

Sicherheitskonzepte werden überprüft

Im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf waren Angehörige einer 67-jährigen Türkin, die an Corona verstorben war, auf das Krankenhauspersonal losgegangen. Dabei wurde eine Mitarbeiterin des Klinikums verletzt. Fünf Polizeistreifen waren nötig, um die Situation wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Aus diesem Anlassfall heraus und aufgrund der steigenden Aggressivität und Bedrohungslage werden als zusätzliche Maßnahmen die bestehenden Sicherheitskonzeptionen an den Klinikstandorten hinsichtlich einer Verstärkung geprüft. Darunter fallen baulich-infrastrukturelle Maßnahmen, beispielsweise an den Schleusen, den Portierlogen, an allen Zugängen zu den Kliniken und die generelle Erweiterung der Alarmierungs- und Warnsysteme.

Schulungsprogramme

Ergänzend dazu kommen Maßnahmen zum persönlichen Schutz der Mitarbeiter, wie etwa das Zurverfügungstellen von Pfeffersprays oder ähnlichen Verteidigungsmitteln. Verstärkt angeboten werden in diesem Zusammenhang die bereits seit längerem laufenden Schulungsprogramme zur Deeskalation. Zudem wird die bisher schon sehr gute Zusammenarbeit mit der Exekutive intensiviert.

Schleusen als Dauerlösung

Die an allen Kliniken der OÖG im Rahmen der Covid-Prävention eingerichteten Schleusen werden zu einer Dauerlösung werden, denn der ungehinderte Zugang zu den Kliniken stellt mittlerweile ein großes Bedrohungspotenzial für die Klinik-Mitarbeiter dar.

„Wir bedanken uns abschließend nochmals bei unserem Team im Klinikum in Kirchdorf für das besonnene und engagierte Vorgehen am vergangenen Samstag, durch das ein größerer Personenschaden vermieden werden konnte. Unserer betroffenen Schleusenmitarbeiterin wünschen wir eine rasche Genesung. Wir werden jedenfalls allen in den Vorfall Involvierten auch psychosoziale Erste Hilfe bzw. (Nach-)Betreuung anbieten“, sagt Franz Harnoncourt, Vorsitzender der Geschäftsführung der OÖG.


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