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REGAU/BEZIRK VÖCKLABRUCK. Sechs Verdächtige, darunter auch der Regauer ÖVP-Gemeinderat Friedrich Offenhauser, sollen sich Corona-Genesungszertifikate erschlichen haben. Sie sollen fremde positive Proben als die eigenen abgegeben haben. Der Fall wurde nach einer anonymen Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck publik.

 (Foto: Tatyana Radevich/Shutterstock.com)
(Foto: Tatyana Radevich/Shutterstock.com)

„Wir haben heute Früh von den schwerwiegenden Vorwürfen gegen den betroffenen Gemeinderat aus den Medien erfahren. Nach klärenden Gesprächen vor Ort hat dieser bekannt gegeben, auf sein Mandat im Gemeinderat zu verzichten“, berichtet OÖVP-Landesgeschäftsführer Florian Hiegelsberger.

„Lasse mich sicherlich nicht impfen“

Wer ihn anonym angezeigt hat, weiß Friedrich Offenhauser nicht, richtet dieser Person aber einen „schönen Gruß“ aus. „Ich habe einen Fehler gemacht“, gibt er zu. Aus diesem Grund habe er auch sein Mandat zurückgelegt. „Damit das seine Richtigkeit hat und fertig.“

Er habe zu diesem Zeitpunkt einen 2G-Nachweis für eine Liftkarte gebraucht, weil er auch als Skitrainer tätig ist. „Zum Kuhmelken brauche ich kein Genesungszertifikat“, sagt der Landwirt. „Bei den momentanen Voraussetzungen lasse ich mich sicherlich nicht impfen“, so Offenhauser.

Seine Arbeit im Gemeinderat habe er gerne eingebracht. „Das ist ja keine persönliche Bereicherung, sondern ehrenamtlich.“ Und auch Zuspruch nach Veröffentlichung des Falles habe er erhalten. Aber was er getan habe, war „nicht erlaubt und gesetzeswidrig, das ist definitiv“, gibt er zu. Mit den Konsequenzen könne er leben.  

Gemeindeparteiobmann und Vizebürgermeister Karl Haas zu der Causa: „Das ist natürlich nicht zu entschuldigen. Aber wir haben schon ein Gespräch gehabt und es tut ihm leid.“ Haas: „Wir distanzieren uns von solchen Vorgehensweisen.“


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