Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

Online Redaktion, 03.11.2022 10:53

VÖCKLABRUCK. Herbert Weißenbacher ist sich seiner Verantwortung bewusst: Als Obmann steht er dem Seniorenbund Vöcklabruck vor, der größten Ortsgruppe im Bezirk - in Corona-Zeiten einer Hochrisikogruppe. Mit einem ausgeklügelten Präventionskonzept, viel Geduld und Humor ist es trotzdem gelungen, das Miteinander aufrechtzuerhalten.

Bis zum heutigen Tag ist die Händedesinfektion beim Eintritt ins Seniorenzentrum ein Muss. (Foto: Stadtamt)

An den 10. März 2020 erinnert sich Weißenbacher noch ganz genau: Ein neues, ebenso rätselhaftes wie gefährliches Virus stellte das Leben von einem Tag auf den anderen auf den Kopf. Da die Senioren von diesem Virus besonders gefährdet waren, wurden sofort alle Veranstaltungen abgesagt.

Zwangspause

Mit wöchentlichen Rundschreiben sowie Botschaften auf Infoständern und im Info-Fenster des Seniorenzentrums im Lebzelterhaus hielt das 18-köpfige Vorstandsteam des Seniorenbundes Vöcklabruck die 380 Mitglieder auf dem Laufenden und ermutigte sie zum Durchhalten. Wo verfügbar, wurde das Internet als verbindendes Medium genützt. Weil Feiern nicht möglich waren, wurden Geburtstagskinder mit einem „Wohlfühljaukerl“, einem Piccolo-Sekt zum Abholen, beschenkt. „Zum Glück konnte damals noch niemand ahnen, dass es eineinhalb Jahre dauern würde, bis wir unseren Treffpunkt wieder aufsperren konnten“, erinnert sich Weißenbacher.

Die Zwangspause wurde zu vielfältigen Aktivitäten genutzt. So etwa wurden die Schaukästen und Infoständer „generalüberholt“.

Aktivitäten wieder aufgenommen

Als ein Impfstoff verfügbar war, gehörten die Senioren zu den Ersten, die davon Gebrauch machten. Heute sind alle Stammtischbesucher und die Teilnehmer an den Reisen der Ortsgruppe mindestens dreimal geimpft. Sehr vorsichtig wurden schließlich die Aktivitäten wieder aufgenommen. „Auch nach den ersten Lockerungen wollten wir keinesfalls ein Risiko eingehen“, so Weißenbacher. Mit einer begrenzten Personenzahl an den Tischen sowie der Aufnahme der Kontaktdaten aller Personen am Tisch für den Notfall wollte man jegliche Gefährdung hintanhalten. Als die ersten Reisen wieder möglich waren, wurde im Bus Maskenpflicht „verordnet“. „Zum Glück ist unser Vorstand jederzeit unterstützend hinter mir gestanden!“

Einsichtigkeit herrscht

Bis zum heutigen Tag ist die Händedesinfektion beim Eintritt ins Seniorenzentrum ein Muss. Ohne Grünen Pass gibt es auch keine Teilnahme an einer Reise. „Generell haben sich unsere Mitglieder extrem einsichtig gezeigt“, freut sich Weißenbacher. „Auch wenn es nicht ganz einfach war, durch eine beschränkte Personenzahl an den Tischen bei Veranstaltungen gewohnte Gruppen auseinanderzureißen.“ Sein Erfolgsrezept: „Dialog und auch viel Humor!“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden