Christliche Werte und Blick auf andere Religionen
FRANKENBURG/H. Adventfeiern als Vorbereitung für das Weihnachtsfest, der Besuch des Heiligen Nikolaus und schließlich Weihnachten: In den franziskanischen Bildungseinrichtungen werden diese Feste in christlicher Tradition hochgehalten. Hier wird selbstbewusst und mit Respekt, Offenheit und Neugier den anderen Religionen gegenüber agiert. So wie beispielsweise im Kindergarten Frankenburg.

Die Nikolaus-Mützen – Mitras –, die die Kinder im Kindergarten in Frankenburg gebastelt haben, sind bunt: „Wir haben im Vorfeld diskutiert, wie wir ihnen die Geschichte rund um den Heiligen Nikolaus näherbringen und trotzdem auf unsere Kinder anderen Glaubens eingehen können“, berichtet Maria Gebetsberger, die Leiterin des neungruppigen Kindergartens. Schließlich entschied man sich dazu, die Mitra, ihre Form und die Geschichte dahinter zu erklären und als Papier-Mütze von den Kindern frei gestalten zu lassen. „Kinder sind sehr spirituelle Wesen – sie sind grundsätzlich neugierig und aufgeschlossen gegenüber allem, was ihnen fremd ist“, sagt Gebetsberger. Selbstverständlich wolle man kein Kind zwangsbeglücken – christlich-religiöse Feste würden deshalb immer vorab mit andersgläubigen Eltern besprochen und man versuche, sie so zu gestalten, dass alle gut mitkönnen. Der Verein für Franziskanische Bildung – VfFB – ist mit mehr als 50 Bildungseinrichtungen in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark für rund 7.000 Kinder und Jugendliche aller Altersstufen zweitgrößter Träger von Ordens-Bildungseinrichtungen in Österreich. Im Vorstand ist unter anderen auch Sr. Angelika Garstenauer von den Franziskanerinnen von Vöcklabruck.


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