Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ATTNANG-PUCHHEIM/BEZIRK VÖCKLABRUCK. „Community Nursing“ ist ein EU-finanziertes Pilotprojekt, das im Bezirk Vöcklabruck in Attnang-Puchheim umgesetzt wird. Zum Auftakt wurde das Projekt vom Sozialhilfeverband mit Bezirkshauptmann Johannes Beer und den Verantwortlichen präsentiert.

V.l: die beiden Community Nurses Sandra Ploberger und Christine Brandner mit Bezirkshauptmann Johannes Beer und Silke Penetsdorfer, zuständige Koordinatorin vom Sozialhilfeverband (Foto: Ebner)

Zielgruppe sind ältere und hochbetagte Menschen, die noch zu Hause wohnen, sowie deren Angehörige. Das Projekt, das vorläufig bis 2024 läuft, setzt auf dem Gebiet der Prävention an. Abgestimmt auf die individuelle Lebenssituation koordinieren die Community Nurses die beste Versorgungslösung für den Klienten. Aufgrund des Mangels an Pflegepersonal werde es in Zukunft immer wichtiger, die älteren Menschen so lange wie möglich zu Hause zu versorgen, erklärt Silke Penetsdorfer, die zuständige Koordinatorin. Der Hebel sei also schon früher, bei der Prävention, anzusetzen.

Reger Zuspruch

Die beiden Diplomkrankenpflegerinnen Christine Brandner und Sandra Ploberger wurden aus zahlreichen Bewerbungen als Community Nurses ausgewählt. Sie sind seit einigen Wochen in Attnang-Puchheim (genauer gesagt südlich der B1/ Spitzberg) im Einsatz. Der Zuspruch ist rege.

Eines der großen Ziele ist das Bilden eines niederschwelligen Netzwerkes zwischen den Älteren, das auf gegenseitige Unterstützung ausgelegt ist. So könnten beispielsweise Patiententransporte, Besuchsdienste oder Ähnliches organisiert werden. Im Vordergrund steht, ältere Menschen zu unterstützen, möglichst lange eigenständig und fit zu bleiben. Die Community Nurses stehen mit Rat und Tat zur Seite. Themenbereiche sind etwa Bewegungsmangel, Ernährung oder Schlafstörungen. „Eines der ganz großen Themen ist die Vereinsamung im Alter und die soziale Isolation“, erklärt Brandner. „Wir wollen diese Themen aufgreifen und ihnen entgegen wirken.“ Auch pflegende Angehörige sollen unterstützt werden. Sie brauchen oft nur kleine Denkanstöße oder Hilfe beim Organisieren, wenn sie selbst berufstätig sind.

Umdenken ist nötig

Bedarf sieht Sandra Ploberger auch bei Botendiensten, Hilfe bei Terminvereinbarungen, kurzen Informationen oder Beratungen für die ältere Bevölkerung. „Ein Umdenken ist nötig. Man kann selbst mitwirken, gesund zu bleiben. Altwerden muss nicht gleichzeitig heißen, krank zu werden. Man kann auch aktiv dagegen steuern“, sind sich die beiden „Nurses“ einig.

Die Inanspruchnahme der Community Nurses ist für die Zeit des Pilotprojektes für die Klienten kostenlos. Die Erkenntnisse werden evaluiert, erklärt Bezirkshauptmann Johannes Beer. Community Nursing ist unter der Telefonnummer 0664 6007273 631 erreichbar.

Bei der Auftaktveranstaltung am 14. März um 18 Uhr im Phönixsaal in Attnang-Puchheim wird die Bevölkerung über die Tätigkeit der Community Nurses informiert und es können Fragen gestellt werden.

Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden