Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

VÖCKLABRUCK. Eine nicht vorhersehbare Hunde-Attacke spielte sich im Vöcklabrucker Stadtteil Dürnau ab. Dabei wurde ein Jack Russel Terrier von einem nicht angeleinten und unbeaufsichtigten Staffordshire Bullterrier so schwer verletzt, dass dieser trotz Not-Operation in der Tierklinik verstarb.

Hunderl "Jackson" nach der Operation in der Tierklinik. (Foto: privat)
  1 / 2   Hunderl "Jackson" nach der Operation in der Tierklinik. (Foto: privat)

Es war der 18. August, als Josef Pohn mit seinem Hunderl „Jackson“ - einem Jack Russel Terrier - in der neuen Freizeit-Oase im Vöcklabrucker Stadtteil Dürnau unterwegs war. Dieser Teil lädt viele Menschen zum Baden, Verweilen und Spazierengehen ein und es sind dort auch viele Familien mit Kindern unterwegs. „Jackson“ hatte Pohn ordnungsgemäß angeleint und die beiden waren unterwegs zu ihrer Badestelle an der Ager. Hinter einem großen umgestürzten Baum vernahm der Hundebesitzer plötzlich ein leises Wimmern.

„Ich sah nach, ob da vielleicht ein weiterer Hund ist. Genauso war es auch. Dort saß ein Staffordshire Bullterrier, nicht angeleint und ohne Aufsicht. Verantwortungslos dachte ich mir noch und war um meinen kleinen Liebling sehr besorgt“, schildert Pohn die Situation.

Staffordshire Bullterrier attackierte Jack Russel

Dann ging alles sehr schnell und der aggressive Stafford Terrier fiel über den Jack Russel her und zerfleischte diesen regelrecht. Große Bisswunden und viel Blut war das Resultat des Angriffs. „Ich haben natürlich versucht einzugreifen, aber ohne jegliche Chance den Angriff zu stoppen. Ich trug dabei selbst Verletzungen davon, welche ich während der Kampfhandlungen gar nicht gleich registrierte“, schildert Pohn das Erlebnis.

Erst als der freilaufende Hund, der in gewissen Bundesländern sogar einer erweiterten Ausbildung zur Haltung bedarf, abließ, nahm Pohn seinen regelrecht hingerichteten Hund an sich und fuhr in die Tierklinik, wo eine dreistündige Operation folgte. Traurigerweise erlag der kleine „Jackson“ jedoch nur eineinhalb Tage den schweren Verletzungen.

„Bei aller Liebe für Hundebesitzer - ich war selbst einer - aber man muss sich seiner Verantwortung bewusst sein. Gerade mit gefährlichen Tieren, welche als Listenhunde geführt werden, ist es umso wichtiger, dass man sich auskennt, wie solche Tiere zu führen sind. Eine angemessene Ausbildung sowohl für Mensch als auch das Tier muss ein Mindestmaß sein, um solche Tiere überhaupt besitzen zu dürfen. Denn was nützen Gesetzte und Regelungen, wenn diese nicht eingehalten werden“, ärgert sich Pohn.

Seinen „Jackson“ macht der Appell zwar nicht wieder lebendig, aber vielleicht hilft rettet er bald einem anderen Hund oder gar Kind das Leben.

Vermehrt strenge Kontrollen angekündigt

Nach solchen Horrorszenen und sich vermehrenden Vorfällen schaut auch die Stadtgemeinde nicht weg und appelliert mit Nachdruck an Hundebesitzer, sich korrekt zu verhalten. Zudem wurden strenge Kontrollen durch die Polizei nach dem Hundehaltegesetzt (Maulkorb, Leine, Genehmigung für Listenhunde, etc.) angekündigt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden