Wechselhafter Jänner im Salzkammergut
BEZIRK VÖCKLABRUCK. Laut METEO-data fiel der Jänner 2024 mit einer mittleren Temperatur von 0,5 Grad etwa 1,1, Grad wärmer aus als das langjährige Mittel (1991 - 2020). Nach einem recht milden und teilweise stürmischen Start zeigte sich der Jänner für etwa zwei Wochen recht winterlich. Das letzte Monatsdrittel war dann von milden Westwetterlagen geprägt.

Der Jänner begann relativ mild mit zweistelligen Höchstwerten am 3. und 4. Jänner. Verbreitet wurden am 3. Jänner Windspitzen bis 75 km/h gemessen, in den Hochlagen wie auf dem Feuerkogel blies voller Orkan bis 130 km/h. Ab dem 7. Jänner kehrte der Winter ein mit Schnee und Frost. Vom 8. bis 22. Jänner gab es in vielen Regionen eine geschlossene Schneedecke, meist jedoch nur mit Mächtigkeiten bis zu 10 cm. In den Hochlagen waren die Verhältnisse für Ski und Rodel gut mit Schneehöhen bis 95 cm (Feuerkogel). Trotz vieler Frosttage wurden lediglich in zwei Nächten Tiefstwerte von unter -10 Grad gemessen.
Ab dem 22. Jänner dominierten dann milde Westwetterlagen. Am 15. Jänner wurden in Seewalchen frühlingshafte 15 Grad verzeichnet. Dazu drehte der Wind vor allem am 23. und 24. Jänner mächtig auf. Hier gab es verbreitet schwere Sturmböen bis 90 km/h, auf den Bergen gab es extreme Orkanböen (166 km/h Feuerkogel).
Die Niederschläge fielen eher durchschnittlich aus. In Seewalchen betrug die Monatsmenge 71,3 mm. Das liegt im langjährigen Mittel (Durchschnitt: 69,6 mm). Am 6. Jänner wurde dort die höchste Tagesmenge mit 15,2 mm gemessen. In Bad Goisern wurden am 26. Jänner 19 mm Niederschlag registriert, in Bad Ischl 24 mm. Spitzenreiter war St. Wolfgang mit 32 mm. Mit etwa 80 Sonnenstunden gab es durchschnittlich etwa 30 Prozent mehr Sonne als im Jänner üblich.
So geht es im Februar weiter
Nun fragen sich viele Leser, wie der letzte meteorologische Wintermonat wird. Die aktuellen Langfristprognosen deuten auf einen eher zu milden und nassen Februar hin. Statistisch sind jedoch auch tief winterliche Phasen mit viel Schnee und Frost möglich. Andernfalls gab es auch schon in der zweiten Februarhälfte häufig frühlingshaft anmutende Phasen.


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