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Saisonstart: Manipulationen an Fahrrädern, Mopeds und Motorrädern zahlen sich nicht aus

Emma Salveter, 29.02.2024 08:23

BEZIRK VÖCKLABRUCK. Die ersten sonnigen Tage locken wieder Fahrradfahrer auf die Straßen. Und auch die Mopeds und Motorräder werden wieder aus den Garagen geholt. Die Polizei macht darauf aufmerksam, dass sich Manipulationen an den Fahrzeugen nicht lohnen.

Symbolfoto (Foto: Mirko Vitali/stock.adobe.com)
Symbolfoto (Foto: Mirko Vitali/stock.adobe.com)

Wer im Frühjahr sein Moped oder E-Bike in Betrieb nimmt, sollte sich unbedingt vergewissern, dass der technische Zustand den gesetzlichen Vorschriften entspricht. „Bei Polizeikontrollen, aber auch bei einem Unfall, kann es zu unliebsamen Überraschungen kommen, wenn Moped bzw. Fahrrad nicht den Vorschriften entsprechen“, gibt Chefinspektor Michael Saler vom Bezirkspolizeikommando Vöcklabruck zu bedenken.

Soll heißen: Manipulationen zahlen sich nicht aus. Nicht bei E-Bikes, nicht bei Mopeds und auch nicht bei den Motorrädern.

Fahrradsaison

Aufgrund der sonnigen Tage, die das Frühjahr bereits ankündigen, sind immer mehr Radfahrer, Mopedlenker und Motorräder auf den Straßen sichtbar. Deshalb sollte daran gedacht werden: Wer im Straßenverkehr sein Fahrrad benützt, muss auf die gesetzlichen Erfordernisse achten. Dabei ist gemeint, ob alle geforderten Ausrüstungsgegenstände angebracht sind. Am besten bei einem Händler nachfragen, aber auch im Internet kann ganz leicht herausgefunden werden, welche Ausrüstungsgegenstände ein Fahrrad braucht.

Um auch im technischen Bereich auf der sicheren Seite zu sein, ist ein Check vor Saisonbeginn durch einen Fachmann empfehlenswert.

Keine Manipulationen bei den Motoren der E-Bikes

Eine Entfernung der Chipmodalitäten, damit dieses schneller geht, kann zu bösen Überraschungen führen. Geht das E-Bike motorunterstützt schneller als 25 km/h, ist es getunt und gilt nicht mehr als Fahrrad. Und es zieht weitreichende Folgen nach sich bei einem Unfall oder einer Kontrolle.

Und: Fahrradhelm nicht vergessen. Für Kinder bis 12 Jahren besteht die Helmpflicht.

Veränderungen am Moped

Bei Mopeds ist die technische Ausrüstung weniger das Problem, als vielmehr die Leistungs- und technischen Veränderungen, die vorgenommen werden.  „Wer sein Moped frisiert, macht sich strafbar. Den Lenkern ist oft nicht bewusst: Im Falle eines Unfalles ist die Haftung ein wichtiges Thema und kann auch ganz schnell ins Geld gehen, wenn es um hohe Zahlungsforderungen geht. Die verhängten Verwaltungsstrafen sind dann dabei das kleinere Übel“, heißt es seitens der Polizei.

Im Moped-Typenschein ist der erlaubte Zustand des MFR ersichtlich. Auch hier gilt:  wer sich nicht sicher ist, sollte bei einer Fachwerkstätte nachfragen. Die Verantwortung der Lenker bei einer Kontrolle durch die Polizei „ich habe das so gekauft“ hilft nichts, wenn es um Strafe oder Haftungsfragen geht. Am besten ist es, sich den gesetzmäßigen Zustand im Kaufvertrag bestätigen zu lassen. 

Jede technische nachträgliche Veränderung am Moped, welche nicht typisiert und dadurch eingetragen wurde, ist strafbar und geht bis zum Kennzeichen- und Zulassungsscheinentzug. Die Folge ist auch eine erhebliche Verwaltungsstrafe. Und wenn dann einer der Elternteile als Zulassungsbesitzer des MFR aufscheint, trifft auch diesen die Verwaltungsstrafe.

„Uns geht es darum, vor allem die Jugendlichen auf die möglichen Folgen rechtswidriger Manipulationen aufmerksam zu machen“, bestätigt Verkehrsreferent Michael Saler. „Wir werden aber auch mit Kontrollen dafür sorgen, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Das dient der Verkehrssicherheit und der Reduzierung von Verkehrsunfällen.“

Vorsicht ist geboten

Wer sein Moped, aber auch sein E-Bike frisiert, riskiert sein Leben. Veränderungen an Fahrwerk und Motor führen zu Leistungssteigerungen und damit zu hohen Geschwindigkeiten. Autofahrerclubs wie der ARBÖ, ÖAMTC bieten hier Beratung an. Beim Privatkauf eines Mopeds sollte darauf geachtet werden, dass das Fahrzeug technisch unverändert ist! 

Motorrädersaison

Und auch für die Motorräder gilt, auf den gesetzmäßigen Zustand zu achten. Herausnehmen des „Db-Killers“ erzeugt einen unheimlichen und nervigen Lärm für die übrigen Verkehrsteilnehmer und Bewohner. Außerdem ist auch hier jede Veränderung am Motorrad zu genehmigen und einzutragen. Reifenprofil beachten und auf die richtige FS-Klasse beim Lenken eines Motorrades achten. Die verstärkten Kontrollen der darauf spezialisierten Beamten finden speziell von Frühjahr bis Ende der Herbstsaison statt und sind oft für die jeweiligen Betroffenen sehr kostspielig.

Deshalb wird geraten: die Fahrzeuge sind oft am schönsten, ungefährlichsten und interessantesten im Originalzustand. Und für jeden Lenker oder Benützer ist dadurch stresslos.


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