Preis für gelebte Solidarität vergeben
BEZIRK VÖCKLABRUCK/GMUNDEN. Der Solidaritätspreis der Diözese Linz ehrt Menschen, die sich für das Gemeinwohl engagieren. Darunter sind heuer auch zwei Persönlichkeiten aus der Region.

In der Kategorie Einzelperson wurde der Solidaritätspreis an Reinhard Held und Schwester Zäzilia Holzer vergeben. Der pensionierter Polizist aus dem Bezirk Gmunden, hat während seiner Dienstzeit das Netzwerk der ehrenamtlichen Schulwegpolizist ins Leben gerufen, das auch nach seiner Pensionierung weiter besteht. In zahlreichen Gemeinden ist er weiterhin für die Ausbildung und Einsatzplanung der freiwilligen Helfer zuständig. Besonders hervorzuheben ist, dass nicht nur Eltern, sondern auch viele Seniorinnen und Senioren ihre Zeit zur Verfügung stellen, um für einen sicheren Schulweg zu sorgen. Der älteste Schulwegpolizist in Helds Netzwerk ist bereits 87 Jahre alt.
Besonders stolz ist Reinhard Held darauf, auch Geflüchtete als Schulwegpolizisten einzusetzen – ein Schritt in Richtung Integration und ein Beispiel für gelebte Solidarität. Das erfolgreiche Zusammenspiel von Gemeinden, Schulwegpolizist, Eltern und Kindern entlastet die lokalen Polizeidienststellen und sorgt für mehr Sicherheit auf den Schulwegen. Das Modell hat mittlerweile auch in anderen Bezirken Nachahmer gefunden.
Projekt Spielebus
Seit sieben Jahren ist Schwester Zäzilia Holzer jeden Freitag mit ihrem Spielebus im Vöcklabrucker Stadtteil Dürnau unterwegs. Was einst als „Experiment“ von der Pfarre, der Gemeinde und dem Sozialzentrum Mosaik ins Leben gerufen wurde, hat sich mittlerweile zu einer festen Institution entwickelt. Mit ihrem Bus bringt Schwester Zäzilia eine Vielzahl an Spielen für drinnen und draußen mit – vor allem aber vermittelt sie eine wichtige Botschaft: den Wert der Gemeinschaft und des respektvollen Miteinanders. Regelmäßig kommen bis zu 25 Kinder im Alter von fünf bis 12 Jahren zusammen, um in einer geschützten Umgebung zu spielen, zu basteln und gemeinsam zu essen. Dabei spielt die Herkunft der Kinder keine Rolle. Mit ihrem Engagement gelingt es Schwester Zäzilia, Brücken zu bauen und den Menschen hinter Herkunft und Religion zu begegnen. In ihrem Spielebus werden verbindende Werte wie Respekt und Gemeinschaft gelebt und weitergegeben.


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