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BEZIRK VÖCKLABRUCK. Frauen verdienen in Österreich noch immer deutlich weniger als Männer. In der Region Vöcklabruck liegt der Unterschied bei 21,2 Prozent.

Equal Pay Day (Foto: ÖGB)
Equal Pay Day (Foto: ÖGB)

Der Unterschied im Bezirk Vöckalbruck entspricht 78 Arbeitstagen pro Jahr, an denen Frauen im Vergleich zu Männern unbezahlt arbeiten. Darauf machte ÖGB-Regionalfrauenvorsitzende Sandra Renner anlässlich des Equal Pay Day aufmerksam, der heuer bereits am Dienstag, 14. Oktober 2025, begangen wurde.

„Es ist unerträglich, dass Frauenarbeit im Jahr 2025 noch immer schlechter bezahlt und bewertet wird als Männerarbeit“, sagt Renner. „Auf ein Arbeitsleben gerechnet verlieren Frauen in Österreich dadurch rund 500.000 Euro. Schluss damit – reden wir übers Geld!“ Sie fordert mehr Transparenz bei Löhnen und Gehältern, um die Einkommensschere zu schließen.

Transparenz ist der Schlüssel zu Gerechtigkeit

„Nur wenn sichtbar wird, wer wie viel verdient, können wir Ungleichheiten beseitigen“, so Renner. Die neue EU-Lohntransparenzrichtlinie verpflichtet Unternehmen künftig zu Offenlegungspflichten bei Löhnen und Gehältern. Österreich hat bis Juni 2026 Zeit, diese Vorgaben umzusetzen.

Beschäftigte erhalten dann das Recht zu erfahren, was andere für vergleichbare Arbeit verdienen. Verschwiegenheitsklauseln gelten nicht mehr, wenn Arbeitnehmer ihr Einkommen freiwillig offenlegen, um faire Bezahlung einzufordern. „Künftig müssen Arbeitgeber belegen, dass Gehaltsunterschiede gerechtfertigt sind – und nicht umgekehrt die Beschäftigten“, betont Renner. Sie fordert entschlossenes Handeln: „Wir reden hier nicht über Einzelfälle, sondern über strukturelle Ungerechtigkeit. Es braucht starke Gesetze, starke Gewerkschaften und gesellschaftlichen Druck, damit sich endlich etwas bewegt. Einkommensgerechtigkeit ist kein Privileg, sondern ein Recht für alle.“


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