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Vöcklabruck reagiert auf Finanzdruck: Hallenbad öffnet vormittags nur noch für Schulen und Vereine

Thomas Leitner, 10.12.2025 08:17

VÖCKLABRUCK. Mit 1. Jänner 2026 treten im Vöcklabrucker Hallenbad, der Sauna und bei Vereinstarifen wichtige Änderungen in Kraft. Die Stadt reagiert damit auf finanzielle Vorgaben und steigende Betriebskosten – ohne Schließungen und mit klaren sozialen Abfederungen.

Freizeitpark Vöcklabruck (Foto: Tom Leitner)
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Die Stadt Vöcklabruck steht 2026 vor einer Reihe notwendiger struktureller Anpassungen. Grund dafür sind die finanziellen Rahmenbedingungen des Landes Oberösterreich sowie die vollständige Unterstellung unter den Härteausgleich. Damit einher gehen strengere Vorgaben für Betriebskostenzuschüsse und freiwillige Leistungen. Um Hallenbad, Sauna und weitere städtische Angebote weiterhin ganzjährig sichern zu können, wurden Öffnungszeiten und Tarife überarbeitet.

Ab Jahresbeginn werden die Öffnungszeiten von Hallenbad und Sauna kompakter gestaltet. Die Stadt reagiert damit auf hohe Betriebskosten und geringe Auslastung in Randzeiten. Durch die Reduktion könne sparsamer und nachhaltiger gewirtschaftet werden, ohne das grundlegende Angebot einzuschränken. Auch die Trainingszeiten für Vereine bleiben vollständig bestehen. Ein weiterer Faktor ist der Personaleinsatz: Die bisherigen Öffnungszeiten wären nur mit zusätzlichem Personal aufrechtzuerhalten gewesen, was aufgrund der finanziellen Lage nicht möglich ist.

„Wir haben uns bewusst gegen Schließungen entschieden. Sozial verträgliche Anpassungen sichern das bestehende Angebot für alle“, so Stadtchef Peter Schobesberger (SP).

Neue Tarifregelung für Vereine

Eine wesentliche Änderung betrifft die Vöcklabrucker Sport- und Kulturvereine. Die bisherige Rückerstattung von Eintrittspreisen darf 2026 nicht mehr fortgeführt werden. Stattdessen führt die Stadt ein neues Modell ein: Vereine erhalten künftig vergünstigte Tarife sowohl im Hallenbad als auch im Volksbankstadion – rechtlich zulässig und langfristig budgetierbar. Auch für Kulturvereine wurden Lösungen erarbeitet, nachdem die kostenlose Nutzung städtischer Räumlichkeiten künftig nicht mehr erlaubt ist.

Soziale Unterstützung bleibt gesichert

Besonderen Wert legt die Stadt darauf, dass Sport und Bewegung für alle leistbar bleiben. Daher wird ein eigenes Budget zur Unterstützung sozialer Härtefälle eingerichtet. Menschen, die sich bestimmte Angebote sonst nicht leisten könnten, sollen gezielt gefördert werden.

Bürgermeister Peter Schobesberger betont, dass die Stadt bewusst gegen Schließtage oder größere Einschnitte entschieden habe. Die Maßnahmen seien notwendig, um den Betrieb stabil und zukunftsfähig zu halten. Ohne die Anpassungen wären deutliche Defizite entstanden.


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Günther W.
Günther W.
01.03.2026 19:34

Saunaeintritt soziale Rücksichtslosigkeit für Behinderte

Bisher galt folgendes für Behinderte: Eintritt 25.00 € minus 50 Prozent ist gleich 12,50 € . Wegen meines gesundheitlichen Zustanddes soll ich nicht länger als drei Stunden in der Sauna sein, als Kurzzeittarif minus 2,50 € , bedeuten für mich und einige andere 10.00€ Saunaaufenthalt. Die soziale Neuregelung heißt jetzt : 25.00 Eintritt minus 10 Prozent Ermäßigung ist gleich 22,50€ Eintritt für 3 , in Worten drei, Stunden Sauna , das ist eine Steigerung von 10.00 € auf 22.50€ von über 100 Prozent speziell für Behinderte, danke für diese soziale Groß tat.