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SALZKAMMERGUT. Zum Jahresende wirft der Seewalchner Meteorologe Christian Brandstätter von METEO-data einen Blick zurück auf das Wetter im Salzkammergut.

Meteorologe Christian Brandstätter (Foto: METEO-data)
Meteorologe Christian Brandstätter (Foto: METEO-data)

Das Jahr begann mit einem deutlich zu warmen und extrem trockenen Jänner. Die tiefsten Temperaturen lagen nur bei rund minus sieben Grad Celsius, Schnee war Mangelware. Am 9. und 10. Jänner wurden stürmische Böen bis zu 80 Kilometer pro Stunde gemessen. Auch der Februar setzte die Trockenserie fort. Ein blockierendes Hochdruckgebiet sorgte für anhaltenden Hochnebel, nennenswerter Schneefall blieb aus. Ein ähnlich trockener Februar war zuletzt im Jahr 2015 verzeichnet worden. Der März und der April fielen ebenfalls zu warm aus. Während der März größtenteils schneefrei blieb, brachte der April bis zu 40 Prozent weniger Niederschlag als üblich. In der Nacht auf den7. April trat noch einmal strenger Frost auf. Ein Sturmereignis am 17. April führte in Mondsee zu Böen von bis zu 93 Kilometer pro Stunde.

Der Mai stellte eine Ausnahme dar: Er war zu kalt, jedoch weiterhin deutlich zu trocken. Erst gegen Monatsende stiegen die Temperaturen wieder an. Der Juni lag rund drei Grad Celsius über dem langjährigen Mittel und zählte mit zahlreichen Sommer- und Tropentagen zu den wärmsten der vergangenen 30 Jahre.

Wechselhafter Sommer

Der Hochsommer zeigte sich wechselhaft. Der Juli war der kälteste seit 13 Jahren, zugleich aber deutlich zu feucht mit mehr als 200 Millimeter Niederschlag. Der August brachte wieder überdurchschnittliche Temperaturen, mehrere Tropentage und überdurchschnittlich viele Sonnenstunden. Auch der September verlief zu warm und zu trocken, mit einer kurzen Hitzewelle bis knapp 29 Grad Celsius. Der Oktober war nur leicht zu warm, aber erneut niederschlagsarm. Auf den Bergen traten dabei schwere Sturmereignisse mit Orkanböen auf.

Der November fiel zu kalt und zu nass aus und endete frühwinterlich. Am Attersee wurde die kälteste Novembernacht seit 20 Jahren gemessen, mit Temperaturen bis zu minus zwölf Grad Celsius. Der Dezember verlief bis zum Redaktionsschluss zu warm und extrem trocken, Schnee blieb bislang aus.

Insgesamt lag die Durchschnittstemperatur im Jahr 2025 bei 10,2 Grad Celsius und damit deutlich über dem 30-jährigen Mittelwert von 9,0 Grad Celsius.


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