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Bass-Power im OKH Vöcklabruck: Warum „the end of radio“ keine Gitarren braucht

Gemeindereporter Robert Wetzlmayr, 14.01.2026 13:58

VÖCKLABRUCK. Wenn am 31. Jänner die Indie-Größen von „Catastrophe & Cure“ das OKH Vöcklabruck beehren, sollten Musikfans bereits beim Support-Act genau hinhören. Das Lo-Fi-Soloprojekt „the end of radio“ bringt einen Sound in den Bezirk, der mit einer radikalen Entscheidung provoziert: Hier regiert der Bass, während Gitarren konsequent zu Hause bleiben.

Light, bass, action: „the end of radio“ on stage (Bildrechte: Robert Wetzlmayr)
Light, bass, action: „the end of radio“ on stage (Bildrechte: Robert Wetzlmayr)

Ein Loosdorfer Export für das Hausruckviertel

Das OKH ist bekannt dafür, dem Bezirk Vöcklabruck Acts zu präsentieren, die abseits des Mainstreams neue Wege gehen. Mit Markus Gansberger alias the end of radio kommt ein Künstler aus Niederösterreich nach Oberösterreich, der den Minimalismus zur Kunstform erhoben hat. Inspiriert von Indie-Legenden wie R.E.M. und der rohen Energie der Melvins, reduziert er seinen Sound auf das Wesentliche: Ein Bass und sein Gesang bilden das Fundament für Klanglandschaften, die trotz ihrer Schlichtheit eine erstaunliche Wucht entfalten.

Die Live-Taufe der neuen EP

Das Konzert am 31. Januar steht unter einem besonderen Stern: Es ist eine der ersten Gelegenheiten, das neue Material der EP „earned secure„ live zu erleben, die erst zwei Wochen zuvor (am 16.01.) veröffentlicht wurde. Die Vöcklabrucker Besucher kommen also in den Genuss brandneuer Songs, die frisch aus dem Studio direkt auf die Bühne des OKH wandern.

Wenn Psychologie auf Rock trifft

Hinter dem Titel „earned secure“ steckt mehr als nur eine griffige Phrase. Er bezieht sich auf ein Konzept aus der Bindungstheorie: Den Weg von einer instabilen Kindheit hin zu einer „erarbeiteten Sicherheit“ durch Reflexion und gesunde Beziehungen. Diese emotionale Tiefe ist in den Songs spürbar. Es ist Musik für Menschen, die das Intensive suchen – laut, ehrlich und tiefgründig.

Warum man diesmal pünktlich sein sollte

„the end of radio“ ist die Einladung, den eigenen Indie-Horizont zu erweitern und zu erleben, wie viel Druck ein einziger Bass erzeugen kann. Zwei Wochen nach dem Release von „earned secure“ ist der Slot im OKH die Gelegenheit, den neuen Sound ungefiltert und live zu erleben. Wer erst zum Headliner auftaucht, hat das eigentlich Spannende des Abends bereits verpasst.


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