Rezum-Therapie: Neue Wasserdampf-Methode gegen Prostatabeschwerden in Vöcklabruck
VÖCKLABRUCK. Schonend, schnell und ambulant. Im Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck wird eine neue Methode gegen Prostatavergrößerung eingesetzt.
Die gutartige Vergrößerung der Prostata zählt zu den häufigsten Altersbeschwerden bei Männern. Besonders ab dem 60. Lebensjahr treten Probleme beim Wasserlassen immer öfter auf – mit deutlichen Einschränkungen im Alltag. Am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck kommt seit Juli 2025 eine moderne, minimal invasive Therapie zum Einsatz, die Betroffenen neue Hoffnung gibt.
Wasserdampf statt Skalpell
Bei der sogenannten Rezum-Technik wird über eine spezielle Sonde heißer Wasserdampf direkt in das vergrößerte Prostatagewebe eingebracht. Die Wärme verursacht eine gezielte Zellschädigung, wodurch überschüssiges Gewebe abstirbt und die Prostata in den folgenden Wochen schrumpft. Der Druck auf die Harnröhre nimmt ab, das Wasserlassen wird wieder erleichtert.
Kurz, schonend und meist ambulant
Der Eingriff erfolgt in der Regel ambulant unter lokaler Betäubung und dauert nur 15 bis 30 Minuten. Nach der Behandlung ist für kurze Zeit ein Katheter notwendig, der meist nach wenigen Tagen entfernt werden kann. Im Vergleich zu klassischen Operationen ist die Belastung für den Körper deutlich geringer.
Option für schwierige Fälle
Die Rezum-Therapie richtet sich vor allem an Männer mit ausgeprägten Beschwerden, bei denen Medikamente nicht ausreichend wirken oder ein Dauerkatheter nötig ist. Auch für Patienten, bei denen eine herkömmliche Prostataoperation oder Lasertherapie nicht möglich ist, stellt das Verfahren eine Alternative dar. Voraussetzung ist eine Überweisung durch einen Facharzt für Urologie. In Oberösterreich wird diese Methode derzeit nur in wenigen Spitälern angeboten.