Leserbrief: Zug-Verspätungen und kostenpflichtiges Parken sorgen für Unmut
VÖCKLAMARKT. Margot Fuchsberger aus Vöcklamarkt äußert sich in einem Leserbrief zum Thema REX-Verspätungen sowie zur geplanten Kostenpflicht bzw. Parkplatzknappheit beim Park-&-Ride in Vöcklabruck.

„Als täglicher Pendler im Bezirk Vöcklabruck möchte ich auf ein Problem aufmerksam machen, das viele Berufstätige betrifft: die regelmäßigen Verspätungen der REX-Züge aus Richtung Vöcklamarkt.
Da ich täglich von Vöcklamarkt nach Wels pendle wird das immer mehr zum Unding.
In der Praxis bedeutet das, dass der Umstieg in Vöcklabruck auf einen Schnellzug häufig nicht funktioniert.
Was am Papier als abgestimmte Verbindung erscheint, gleicht im Alltag einem Lotteriespiel.
Wer auf Pünktlichkeit angewiesen ist, kann sich darauf schlicht nicht verlassen. Die Folge ist für viele Pendler logisch: Um den Anschluss sicher zu erreichen, bleibt oft nichts anderes übrig, als gleich mit dem Auto nach Vöcklabruck zu fahren.
Umso unverständlicher ist es, dass das Park-&-Ride-Angebot in Vöcklabruck künftig kostenpflichtig wird – selbst für Inhaber eines KlimaTickets. Damit werden genau jene bestraft, die trotz aller Schwierigkeiten weiterhin auf den öffentlichen Verkehr setzen. Wer aufgrund unzuverlässiger Regionalverbindungen gezwungen ist, einen größeren Bahnhof anzufahren, soll nun zusätzlich zur Kasse gebeten werden.
Das Klima Ticket soll den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel fördern. Wenn jedoch Zubringerzüge unpünktlich sind und gleichzeitig Parkmöglichkeiten verteuert werden, entsteht der gegenteilige Effekt. Pendler brauchen verlässliche Anschlüsse – und faire Rahmenbedingungen.
Es wäre dringend notwendig, zuerst die Pünktlichkeit der Regionalverbindungen nachhaltig zu verbessern, bevor zusätzliche finanzielle Hürden geschaffen werden.
Andernfalls verliert der öffentliche Verkehr weiter an Glaubwürdigkeit sowie das politische Engagement dazu.“
Margot Fuchsberger


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